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Lanxess auf der IFAT 2026 Filterlösungen für PFAS, Phosphor, Mikroschadstoffe und hochreines Wasser

Quelle: Pressemitteilung Lanxess 4 min Lesedauer

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Weniger Phosphor, strengere Regeln für PFAS, Entfernungspflicht für Mikroschadstoffe: Die Anforderungen an Wasser, etwa durch die neue kommunale Abwasserrichtlinie, werden immer höher. Dem Rechnung tragend präsentiert Lanxess auf der IFAT 2026 Ionenaustauscherharze und Adsorbermaterialien, mit denen sich die verschärften Grenzwerte einhalten lassen.

Das für die Trinkwasseraufbereitung zugelassene Ionenaustauscherharz Lewatit TP 108 DW von Lanxess unterstützt kommunale Wasserversorger bei der Einhaltung der jüngst verschärften PFAS-Grenzwerte in der EU. (Bild:  Lanxess)
Das für die Trinkwasseraufbereitung zugelassene Ionenaustauscherharz Lewatit TP 108 DW von Lanxess unterstützt kommunale Wasserversorger bei der Einhaltung der jüngst verschärften PFAS-Grenzwerte in der EU.
(Bild: Lanxess)

Das globale Bewusstsein für eine leistungsfähige und zugleich wirtschaftliche Trink- und Abwasseraufbereitung nimmt zu – nicht zuletzt getrieben durch zunehmend strengere regulatorische Anforderungen.

Mit Ionenaustauscherharzen der Produktfamilie Lewatit und Adsorbern der Marke Bayoxide bietet Lanxess passende Lösungen an. Wie diese Technologien dazu beitragen, steigende Anforderungen zuverlässig zu erfüllen, zeigt der Spezialchemie-Konzern auf der IFAT 2026, der Weltleitmesse für Umwelttechnologien, vom 4. bis 7. Mai 2026 in München.

Niedrige Phosphor-Grenzwerte einhalten

Die neue kommunale Abwasserrichtlinie (KARL, EU 2024/3019), die bis spätestens Mitte 2027 in nationales Recht umgesetzt sein muss, schreibt deutlich niedrigere Grenzwerte für die Einleitung von Phosphorverbindungen vor. Mit den gängigen Fällungs-, Membran- und Adsorptionsverfahren ist das mit erheblichem Mehraufwand verbunden. Hinzu kommt: Viele Adsorbermaterialien lassen sich nicht wirtschaftlich regenerieren.

Bayoxide E IN 20 ist ein Adsorbermaterial von Lanxess auf Basis von Eisenoxidhydroxid (Goethit) und ermöglicht laut Hersteller eine sehr effektive und effiziente Phosphorfilterung. „Unabhängig von der Zulaufkonzentration konnten wir im Pilotbetrieb dauerhaft Ablaufwerte von maximal 0,1 mg/L Phosphor erreichen – genau das, was die neue Richtlinie fordert – und das zu sehr wirtschaftlichen Betriebskosten“, betont Stefan A. Hilger, Application Technology Manager bei Lanxess. Eine größere Demonstrationsanlage in den Niederlanden soll die Pilotergebnisse in Kürze bestätigen.

Bayoxide E IN 20 lässt sich zudem mit Natronlauge besonders ressourcenschonend regenerieren, wie es in einer Pressemeldung heißt. Verglichen mit Eisenhydroxid-Adsorbern sei zudem deutlich weniger Wasser zum Spülen nach der Regeneration erforderlich. Die bei der Desorption anfallenden Phosphatlösungen können zu Düngezwecken genutzt werden.

Entfernung kurz- und ultrakurzkettiger PFAS

Ein weiterer Schwerpunkt des Lanxess-Auftritts auf der IFAT ist die Entfernung von PFAS unterschiedlicher Kettenlänge aus Abwasser – von langkettigen Verbindungen bis hin zu ultrakurzkettigem Trifluoracetat (TFA).

Welche Leistung das monodisperse Selektivharz Lewatit MDS TP 108 dabei in der Praxis erbringt, zeigt ein aktuelles Anwendungsbeispiel bei Chemours Netherlands B.V. in Dordrecht. Lanxess wird diesen Fall sowie das Produktportfolio für die PFAS-Entfernung während einer Pressekonferenz am 5. Mai vorstellen.

Angesichts der in der EU jüngst gesenkten Grenzwerte für PFAS im Trinkwasser gewinnt auch diese Anwendung aktuell an Bedeutung. Lanxess unterstützt kommunale Wasserversorger und Ingenieurbüros mit für den Trinkwasserkontakt zugelassenen Austauscherharzen wie Lewatit TP 108 DW bei der Implementierung dieser Richtlinien.

Das neue „Basic Design Module“ der kostenlos verfügbaren Auslegungssoftware Lewa Plus soll bei der Planung von Anlagen zur PFAS-Entfernung helfen. Damit lassen sich z. B. Konzentrationsparameter der Eingangs- und/oder Ausgangsströme frei definieren und Regeneriersequenzen flexibel konfigurieren.

Lanxess-Vorträge auf der IFAT in München

Vertiefende Informationen zum Thema PFAS liefert der Vortrag „Capturing what Others Miss – Ion Exchange Resins for Ultra-short-chain PFAS Removal from Drinking and Wastewater“ von Björn Dinges, Application Technology Manager bei Lanxess.

  • 5. Mai 2026, 15:30 Uhr
  • Halle C4 (Green Stage)

Um die Rolle von hochreinem Wasser bei der Wasserstoffproduktion geht es im Vortrag „Important Ion Exchange Resin Properties for PEM-Electrolysis“ von Hans-Jürgen Wedemeyer.

  • 6. Mai 2026, 12:00 Uhr
  • Halle A4 (Hydrogen Stage)

Abwasser von Mikroschadstoffen und Fluorid befreien

So genannte Mikroschadstoffe – also organische, oft aromatische Verbindungen aus Pharmaka und Kosmetika, aber auch Pestizide und Tenside – müssen künftig gemäß der neuen Abwasserrichtlinie (KARL) verpflichtend in einer vierten Reinigungsstufe entfernt werden. Lanxess bietet dafür das monodisperse Spezialharz Lewatit VP OC 1064 MD PH an. Es zeichnet sich laut Hersteller durch hohe Bindungskapazität für Pharmawirkstoffe aus, ist mechanisch sehr stabil und kann – anders als Aktivkohle – ohne nennenswerte Kapazitätsverluste mit Methanol regeneriert werden. In der Bioprozessindustrie ist es bereits im Einsatz, etwa zur Aufreinigung von Fermentationsbrühen. Ein Pilotversuch in einer Kläranlage in Süddeutschland ist geplant.

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Ein weiteres Spezialharz bietet eine Reinigungsoption, um Fluorid aus Abwasser zu entfernen. Dies ist besonders für die Halbleiterindustrie bedeutsam, wo fluorhaltige Ätzbäder eingesetzt werden und fluoridhaltiges Spülwasser anfällt. Mit Aluminiumsalz beladenes Harz vom Typ Lewatit MDS TP 260 vermag Fluorid selbst in Gegenwart von Sulfat und Chlorid bevorzugt zu binden und lässt sich mit Aluminiumsalzen wie Aluminiumtrichlorid regenerieren. Das Harz ist seit einiger Zeit z. B. bei einem chinesischen Halbleiterproduzenten im Einsatz und ermöglicht es dort, Fluoridkonzentration unterhalb von 1 ppm im Abfluss zuverlässig einzuhalten. Das MDS-Harz mit seinen kleinen Polymerperlen ist entsprechenden Standardharzen in punkto Kapazität deutlich überlegen, wie es in einer Pressemeldung des Unternehmens heißt. Über einen angenommenen Nutzungszeitraum von fünf Jahren lasse sich so fast die Hälfte an Regenerierchemikalien einsparen.

Hochreines Wasser für Elektronik- und Elektrotechnik

Nicht nur in der Halbleiterfertigung ist hochreines, demineralisiertes Wasser (Ultra Pure Water, UPW) essenziell, um die Produktion von Mikrochips und Solarzellen zuverlässig durchführen zu können und Ausschuss zu minimieren. Auch bei der PEM-Elektrolyse (Proton Exchange Membrane Electrolysis) zur Erzeugung von Wasserstoff ist derart aufbereitetes Wasser ein Muss. Die während der Elektrolyse ins Wasser übergehenden Verunreinigungsspuren müssen kontinuierlich entfernt werden, um Membranschädigungen zu vermeiden.

Ionenaustauscherharze der Produktfamilie Lewatit Ultra Pure sind auf diese Anwendungen speziell zugeschnitten. Sie zeichnen sich durch eine besonders niedrige Abgabe von Organik (TOC) ins Wasser aus und ermöglichen es, sehr niedrige Restleitfähigkeiten zu erreichen.

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