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Auszeichnung Karl Heinz Beckurts-Preis 2016 geht an Prof. Dr. Kai Johnsson

| Redakteur: Doris Popp

Der diesjährige Karl-Heinz-Beckurts-Preis geht an Professor Dr. Kai Johnsson, der am Institute of Chemical Sciences and Engineering der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) forscht.

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Prof. Dr. Kai Johnsson ist Preisträger des Karl-Heinz-Beckurts-Preis 2016.
Prof. Dr. Kai Johnsson ist Preisträger des Karl-Heinz-Beckurts-Preis 2016.
(Bild: Karl-Heinz-Beckurts-Stiftung)

Berlin – Professor Dr. Kai Johnsson gilt als einer der kreativsten und innovativsten Experten auf dem Gebiet der chemischen Biologie. Er hat neue Markierungstechniken für die biomedizinische Bildgebung, Diagnostik und Wirkstoffforschung entwickelt, die auf dem Markt erfolgreich sind.

„Kai Johnsson verbindet hervorragende Grundlagenforschung mit unternehmerischer Initiative und Weitsicht. Für seine herausragenden Leistungen möchten wir ihn mit dem Karl Heinz Beckurts-Preis 2016 auszeichnen“, sagt Prof. Dr. Anke Kaysser-Pyzalla, wissenschaftliche Geschäftsführerin des Helmholtz-Zentrums Berlin und Vorstandsvorsitzende der Karl-Heinz-Beckurts-Stiftung.

Der mit 30 000 Euro dotierte Preis wurde im Rahmen einer Galaveranstaltung am 5. Dezember in der neuen Siemens-Zentrale in München verliehen. Bayerns Staatsekretär Franz Josef Pschierer gratuliert Herrn Professor Dr. Kai Johnsson zu seiner exzellenten wissenschaftlichen Arbeit und zur Verleihung des Karl-Heinz-Beckurts-Preises 2016: „Als Wirtschafts- und Technologiestaatsekretär liegen mir die anwendungsorientierte Forschung sowie die Translation, also die schnelle und gezielte Überführung von Erkenntnissen der Grundlagenforschung in für Menschen nützliche Therapien, Diagnostik und Prävention, am Herzen. Wenn sich dies auch noch mit erfolgreichem Unternehmergeist verbindet, schafft Forschung den so wichtigen Sprung zu marktfähigen Produkten und Technologien und generiert den so entscheidenden echten Mehrwert für die Gesellschaft“. „Karl Heinz Beckurts hat als Person die Partnerschaft zwischen Wissenschaft und Wirtschaft verkörpert und sich früh für die Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in der Wirtschaft eingesetzt. Prof. Johnsson ist ein würdiger Preisträger, der mit Forschergeist und Unternehmertum ganz in diesem Sinne handelt“, so Prof. Dr. Siegfried Russwurm, Mitglied des Vorstands der Siemens AG sowie Mitglied des Vorstands der Karl-Heinz-Beckurts-Stiftung.

Kai Johnsson hat neue chemische Werkzeuge entwickelt, um komplexe Prozesse in lebenden Zellen und Geweben sichtbar zu machen. Dafür nutzt er spezielle Fluoreszenzfarbstoffe, um gezielt Proteine zu markieren. Diese Markierungstechniken sind mittlerweile für die biomedizinische Bildgebung unverzichtbar. Über die gezielte Modifikation von Proteinen gelang es Johnsson auch, neue proteinbasierte Biosensoren zu schaffen, die in der Diagnostik eingesetzt werden. Auch zur Aufklärung der Wirkmechanismen von Medikamenten und zur Entwicklung neuer Medikamente gegen chronischen Schmerz trägt seine Arbeit bei.

Kai Johnsson verbindet dabei Grundlagenforschung mit großer unternehmerischer Initiative: Er patentierte seine wesentlichen Erfindungen und beteiligte sich an der Gründung von Firmen, um sie auf den Markt zu bringen. Seine Erfindungen werden heute erfolgreich von New England Biolabs und Spirochrome SA vertrieben und von Forschungslaboren und der Industrieforschung weltweit nachgefragt.

Die Karl-Heinz-Beckurts-Stiftung würdigt mit dem jährlich vergebenen Preis herausragende wissenschaftliche und technische Leistungen, von denen erkennbare und von den Preisträgern geförderte Impulse für Innovationen in Deutschland ausgehen.

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