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Legionellen im Visier der Putzkräfte
Höchste Anforderungen gelten auch für die Reinigung und Wartung der Rückkühlwerke. Dort drohen Legionellen zur Gefahr zu werden, die eine mitunter tödlich verlaufende Legionärskrankheit verursachen können. Die natürlich vorkommenden Wasserbakterien vermehren sich besonders gut bei 36 °C und breiten sich bei mangelnder Pflege der Rohrleitungen auch in Industriekühlsystemen aus.
Um einer Verkeimung vorzubeugen, reinigen die Wisag-Mitarbeiter die Wanne der Rückkühlwerke und die Innenfläche mit Reinigungschemie. Dazu muss die Anlage vor dem Öffnen abgeschaltet werden – im nächsten Schritt demontieren die Fachkräfte Tropfenabschalter, Düsenstöcke, Sprühdüse und die Vorrichtung zum Abschlämmen, legen sie in Reinigungschemie ein und säubern sie nach Ablauf der Einwirkzeit. Anschließend arbeiten sie mit einem Hochdruckreiniger nach. Diesen Vorgang wiederholt das Reinigungsteam dann gegebenenfalls bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist.
„Fallen Reinigung und Wartung aus, erhöht sich die Keimzahl erheblich“, betont da Silva. Die Folge: Aus der Anlage treten vermehrt Aerosole aus, die schädliche Keime in die Atmosphäre transportieren. Setzen sich diese ab, können sie zu ernstzunehmenden gesundheitlichen Schäden führen, wie beispielsweise schweren Lungenentzündungen. „Vor allem für Kinder und Ältere stellt das eine große Gefahr dar“, so der Bereichsleiter. Diesem Risiko beugt die Wisag mit ihrem Einsatz am IAF vor.
Hohe Anforderungen an das Fachpersonal
Bei allen Aufgaben sind zu jeder Zeit ein Höchstmaß an Konzentration, Feingefühl für filigrane Details und aktuelles Fachwissen Voraussetzung. Deshalb muss der Industriedienstleister bei der Personalplanung ganz genau abwägen, welcher Mitarbeiter zum Einsatz kommt. Die richtige Qualifizierung ist ein hoher Anspruch der Wisag – nicht nur an Stammpersonal, sondern auch an eingesetzte Springer.
„Nicht jeder Mitarbeiter kann die hohen Ansprüche des Kunden erfüllen. Außerdem wollen wir die Personalfluktuation so gering wie möglich halten. Auch Fortbildungsmaßnahmen im Bereich der Reinraumreinigung und insbesondere der Technik sind entscheidend“, betont der Bereichsleiter.
So kann am Ende gewährleistet werden, dass die Reinräume am IAF ihre Bezeichnung auch weiterhin zu Recht tragen. Mindestens ein Jahr lang wird die Wisag dafür sorgen, dass dies auch so bleibt.
* J. Wiewiorska, Wisag Industrie Service Holding GmbH, 60528 Frankfurt am Main
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