Worldwide China

Automationstechnik

Laborautomation ermöglicht sichere Arbeitsabläufe im Labor

| Autor / Redakteur: Jürg Gurtner* und Fabrizio Steinebrunner* / Marc Platthaus

Abb. 5: Dichte, Brechzahl, pH und Säure in einem System mit automatischer Entgasung; Zeitersparnis von bis zu zehn Minuten pro Probe im Vergleich zu Einzelmessungen
Abb. 5: Dichte, Brechzahl, pH und Säure in einem System mit automatischer Entgasung; Zeitersparnis von bis zu zehn Minuten pro Probe im Vergleich zu Einzelmessungen (Bild: Mettler Toledo)

Die Anforderungen an moderne Laborautomation gehen über den Wechsel von Proben hinaus. Mittlerweile ermöglicht sie auch die Steuerung kompletter Analyseprozesse. Was kann die Automationstechnik zur Sicherung des analytischen Arbeitsablaufs leisten?

Die Titration spielt bei nasschemischen und die Dichte-/Brechzahlmessung bei physikalischen Analysen eine herausragende Rolle. Diese Techniken erlauben es dem Benutzer, rasch und nachvollziehbar Kernparameter in einer Vielzahl von Proben zu bestimmen. Kein Wunder, dass sie gerade in der Qualitätskontrolle eingesetzt werden.

Durch Automatisierungstechniken lassen sich Potenziale in der Analyse noch deutlich steigern. Setzt man die Messgeräte mit einem In-Motion-Probenwechsler ein, ergeben sich zahlreiche neue Möglichkeiten bezüglich effizienterer und sicherer Probenvorbereitung und Arbeitsabläufe. Einige Beispiele:

  • Die Smart-Sample-Technologie ermöglicht es, beim Einwägen das Gewicht und die Probeninformationen automatisch auf einen RFID-Chip am Probengefäß zu speichern. Auf dem Probenteller werden diese ausgelesen und mit der Analyse verknüpft. Ohne Zutun des Anwenders sind alle Daten und Resultate korrekt verknüpft und Verwechslungen werden unterbunden.
  • Mit einem zweiten Turm am Probenwechsler können Probenvorbereitung und Messung parallel durchgeführt werden, wodurch der Probendurchsatz verdoppelt wird.
  • Smart Codes startet automatisch die richtige Analysenmethode, basierend auf der Probenidentifikation, die in Form eines Barcodes oder RFID-Chips am Probengefäß angebracht ist.
  • Cover Up, das magnetische Deckelhandling-System schützt Proben vor atmosphärischen Einflüssen und umgekehrt die Benutzer vor toxischen Proben oder Lösungsmitteldämpfen.
  • Der thermostatisierbare Wasserbad-Probenteller erlaubt das Messen von temperaturabhängigen Proben unter kontrollierbaren Bedingungen oder das Vorwärmen oder -kühlen auf die Messtemperatur.
  • Durch die Funktion Power Shower wird eine effektive Reinigung der probenberührenden Elektroden, Rührer, Dosier- und Pumpschläuche ermöglicht.

Wie die Funktionalität ineinandergreift und wie Arbeitsabläufe gezielt abgebildet werden, soll an einem Beispiel aus der Titration und der Dichte-/Brechzahlmessung illustriert werden.

Effizientes und sicheres Wägen von Titrationsproben

Die Mehrzahl der Proben zur Titrationsanalyse werden an der Waage eingewogen. Bei einer Vielzahl von Probeneinwaagen ist es essenziell, die Probe zu identifizieren und den Gewichtswert korrekt und lückenlos zu dokumentieren. In der Praxis werden die Gewichtswerte für eine Titration oft noch von Hand am Waagen-Arbeitsplatz auf einem Notizzettel festgehalten, mit einem nicht wasserfesten Filzstift direkt auf ein Probengefäß notiert, ins Laborjournal geschrieben oder ausgedruckt und danach abgelegt.

Dieselben Gewichtswerte werden danach am Titrator ein zweites Mal abgelesen und eingegeben. Dieser redundante Vorgang ist zeitaufwändig und fehleranfällig, denn oft passiert es, dass Notizzettel verloren gehen, einzelne Ziffern des Wägewerts falsch abgeschrieben werden oder sich bei einem hohen Probendurchsatz schnell eine Verwechslung ergibt. Eine eindeutige Zuweisung ist zwar möglich, indem die Probenbecher präzise angeschrieben werden, doch ist dies recht zeitaufwändig.

Smart-Sample-Technologie im Alltagseinsatz

Für den Anwender wäre es jetzt enorm hilfreich, wenn er sich nicht um die Reihenfolge der eingewogenen Proben oder deren Gewichtwerte kümmern müsste. Genau hier setzt Mettler Toledo mit dem neuartigen Smart-Sample-Prinzip an und stellt sicher, dass Übertragungs- und Identifikationsfehler der Vergangenheit angehören. Weltweit erstmalig setzt Mettler Toledo mit Smart Sample die Technologie der Radiofrequenz-Identifikation (RFID) zur kontaktlosen elektromagnetischen Übertragung von Probendaten, wie beispielsweise dem Gewicht einer Probe, von der Waage zum Titrator ein. Smart Sample kann als Option mit den Excellence-Analysenwaagen (Modellvarianten XPE/XSE) und den In-Motion-Probenwechslern von Mettler Toledo verwendet werden.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 42700528 / Labortechnik)