Suchen

Mikrofluidik Messung von gelösten Gasen in mikrofluidischen Einheiten

| Autor / Redakteur: Christopher Long*, Wesley Anderson*, Craig Finch*, James Hickman*, Gernot John** / Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Die zuverlässige, nicht-invasive Messung von gelösten Gasen ist beim Einsatz von mikrofluidischen Einheiten in biologischen Anwendungen ein wichtiger, aber auch schwieriger Aspekt. Ein neues Messgerät verspricht nun Abhilfe.

Firmen zum Thema

Abb. 1: Mikrofluidische Einheit, die in den beschriebenen Experimenten zum Einsatz kam.
Abb. 1: Mikrofluidische Einheit, die in den beschriebenen Experimenten zum Einsatz kam.
(Bild: Presens)

Mikrofluidische Einheiten für biologische Anwendungen erlauben nur ein geringes Volumen an Kulturmedium und sehr niedrige Durchflussraten. So wird eine Minimierung benötigter Reagenzien erreicht. Allerdings stellt es eine Herausforderung dar, die Konzentrationen verschiedener Stoffe in diesen geringen Mengen an Kulturmedium zu messen. Für die biologische Anwendung von mikrofluidischen Einheiten ist es von großer Bedeutung, bereits kleine Änderungen in der Konzentration verschiedener, im Medium gelöster Gase entsprechend schnell bestimmen zu können.

Um eine passende Umgebung für die zellulären Komponenten zu gewährleisten, muss das Niveau von gelösten Gasen im zirkulierenden Medium im physiologischen Bereich liegen. Entscheidend ist die schnelle Ansprechzeit von Sensoren, um einen Feedback-Mechanismus zu entwickeln, der die prompte Anpassung der Gaskonzentrationen ermöglicht. Die kleinen Volumina an Kulturmedium, die in mikrofluidischen Geräten verwendet werden, ermöglichen keine Entnahme von Proben für Analysen.

Bildergalerie

Die Möglichkeit ein nicht-invasives Überwachungssystem einzusetzen, spielt daher eine entscheidende Rolle, bei der Entwicklung derartiger Geräte. Der entsprechende Sensor darf allerdings nur eine begrenzte Menge des zu messenden Gases verbrauchen – nicht nur wegen der kleinen Mengen an Medium, sondern auch wegen der niedrigen Durchflussraten in mikrofluidischen Einheiten.

Kohlendioxid nicht-invasiv bestimmen

Das pCO2 mini von Presens kann zusammen mit chemisch optischen CO2-Sensoren Kohlendioxid in der Umlaufflüssigkeit eines solchen Systems nicht-invasiv bestimmen. Tests zeigten, dass das Gerät im Bezug auf die Stabilität der Messergebnisse, Ansprechzeit und Flexibilität bei der Anwendung, ein handelsübliches elektrochemisches Messsystem signifikant an Leistung übertrifft.

Es hat nur einen Durchmesser von 5 mm und eine Dicke von 1 mm. Auf diese Weise nimmt der CO2-Sensor-Spot sehr wenig Platz ein, wenn er mit der Lösung in Kontakt gebracht wird.

(ID:35521830)