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Grundlagenforschung stärken Neues Laborgebäude am TUM-Campus in Garching

Quelle: Pressemitteilung Technische Universität München 3 min Lesedauer

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Am Campus Garching der Technischen Universität München wurde am 22. Oktober ein neuer Laborbau in Betrieb genommen. Hier sollen Forschende der Physik und Biowissenschaften unter einem Dach zusammen arbeiten.

Die Außenansicht des neuen Verfügungsbaus des Physik-Departments der TUM.(Bild:  Astrid Eckert / TUM)
Die Außenansicht des neuen Verfügungsbaus des Physik-Departments der TUM.
(Bild: Astrid Eckert / TUM)

Viele Technologien, die unseren Alltag prägen, gehen auf Grundlagenforschung zurück, deren praktischen Nutzen anfangs niemand absehen konnte. Die Laserphysik führte beispielsweise zu vielfältigen, auch medizinischen oder biotechnologischen Anwendungen und die Quantenmechanik steckt heute in jedem Computerchip. Am Campus Garching hat die Technische Universität München (TUM) nun einen neuen Laborbau in Betrieb genommen, in dem Forschende aus Physik und Biowissenschaften unter einem Dach arbeiten.

Physik und Biowissenschaften rücken zusammen

Der Freistaat Bayern hat den Neubau finanziert. Staatsminister Markus Blume sagte bei der offiziellen Eröffnung: „Das wohl exzellenteste Gebäude der Republik: Im nagelneuen Physik-Gebäude der Technischen Universität München docken fünf der sieben Exzellenzcluster der TUM an – ein Rekord, der die absolute Spitzenstellung als beste Universität in der Europäischen Union untermauert. Wir haben hier über 87 Millionen Euro in Bayerns modernstes Labor zur Erforschung der Naturgesetze investiert. Vom Urknall bis zum Magnetfeld der Sonne – hier wird alles unter die Lupe genommen, Unsichtbares wird hier sichtbar. Der Neubau ist das Fort Knox der Physik: ein echter Spezialbau mit 44 Laboren, 18 Messräumen – und vielleicht der Brutkasten für die nächsten bayerischen Nobelpreisträger.“

TUM-Präsident Thomas F. Hofmann sagte: „Echte Innovationen entstehen selten auf direktem Weg. Sie beruhen vielfach auf den Erkenntnissen von Forschenden, die grundlegende Fragen stellen dürfen, ohne die Anwendung schon im Blick haben zu müssen. Dafür braucht es Freiraum und eine leistungsfähige Infrastruktur. Mit diesem Neubau investiert der Freistaat genau in diese Voraussetzungen. Dafür danke ich Staatsminister Blume sehr herzlich. Die TUM School of Natural Sciences gehört zu den Fundamenten, auf denen die Innovationskraft und wissenschaftliche Exzellenz der TUM wurzelt.“

44 gleich ausgestattete Labore sorgen für Flexibilität

Forschungsschwerpunkte ändern sich oft schneller, als Gebäude geplant und gebaut werden können. Der Neubau setzt deshalb auf Standardisierung: In den Obergeschossen gibt es 44 gleich ausgestattete Labore. Sie sind primär für gängige physikalische Experimente ausgelegt, lassen sich aber auch an spezielle Vorhaben und für biowissenschaftliche Zwecke anpassen. Die Flächen werden flexibel an Professuren und Nachwuchsgruppen vergeben.

Rundgang während der Eröffnung des neuen Verfügungsbaus des Physik-Departments der TUM am 22. Oktober 2026 auf dem Campus Garching. (Bild:  Astrid Eckert / TUM)
Rundgang während der Eröffnung des neuen Verfügungsbaus des Physik-Departments der TUM am 22. Oktober 2026 auf dem Campus Garching.
(Bild: Astrid Eckert / TUM)

Hinzu kommen 18 Messräume für darüberhinausgehende Anforderungen. Im Untergeschoss liegen unter anderem acht erschütterungsgeschützte Laserlabore sowie vier Labore für Kryostaten mit bis zu 7,4 Metern Höhe. Labore für optische Experimente, die besonders empfindlich auf Vibrationen und Temperaturschwankungen reagieren, sind in einem eigenen Baukörper untergebracht, der vom übrigen Gebäude getrennt ist. Büro- und Seminarräume ergänzen das Angebotsspektrum.

Fünf Exzellenzcluster unter einem Dach

Im Neubau arbeiten Forschende aus fünf der sieben Exzellenzcluster der TUM: BioSysteM, e-conversion, MCQST, NUCLEATE und ORIGINS. Die Themen reichen von Quanten- und Energietechnologien über neue Materialien bis zu Biotechnologie und Biomedizin. Auch die Lehre profitiert: Die Labore stehen für die praktische Ausbildung sowie für Bachelor-, Master- und Promotionsarbeiten zur Verfügung.

Physik und Biowissenschaften rücken bei vielen Fragen immer enger zusammen. Im neuen Gebäude arbeiten Forschende aus fünf Exzellenzclustern Tür an Tür. Genau dieser tägliche Austausch über Fachgrenzen hinweg ist oft der Ausgangspunkt für neue Ideen. Und unsere Studierenden lernen dort, wo neues Wissen entsteht.

Prof. Johannes Barth, Dekan Technische Universität München

Das neuen TUM-gebäude in Zahlen

- Bauzeit: Fünf Jahre
 
- Fläche: rund 13.100 Quadratmeter Bruttogrundfläche, davon 6.478 Quadratmeter Nutzungsfläche
 
- Ausstattung: 44 Standardlabore, 18 spezielle Messräume, insgesamt 80 Büro- und 5 Seminarräume
 
- Gestaltung: Die Fassade aus feuerverzinktem Stahl trägt zur Temperaturstabilität in den Laboren bei. Im Inneren prägen Sichtbeton und Birkenholz das Bild.

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