Suchen

Personalie Neues Vorstandsmitglied beim europäischen Medizintechnikverband

| Redakteur: Doris Popp

Der Geschäftsführer des Verbands der Diagnostica-Industrie (VDGH), Dr. Martin Walger, ist in den Vorstand des europäischen Medizintechnikverbandes MedTech Europe gewählt worden.

Firmen zum Thema

Dr. Martin Walger
Dr. Martin Walger
(Bild: Henning Schacht)

Berlin – Die Vollversammlung bestätigte am 9. Dezember in Brüssel das Mandat Walgers für die Wahlperiode 2020/2021. Der MedTech-Europe-Vorstand wird für zwei Jahre gewählt, Walger ist seit 2018 Mitglied des Vorstandes. MedTech Europe vertritt die Interessen von rund 130 multinationalen Unternehmen und 50 nationalen Verbänden der Medizintechnik- und Diagnostikaindustrie. Die beiden Branchen stehen für ein europäisches Marktvolumen von insgesamt mehr als 100 Milliarden Euro.

Der Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) engagiert sich intensiv in Brüssel. Er bringt dort die Belange der deutschen Labordiagnostikbranche ein. Europaweit beherrschendes Thema ist die Umsetzung der neuen EU-Verordnungen zur Marktzulassung von Medizinprodukten und In-vitro-Diagnostika. Der künftige Rechtsrahmen definiert schärfere Anforderungen an die Industrie und an die staatlich akkreditierten Prüfstellen (Benannte Stellen). Während die Industrie sich in einem Kraftakt auf die verschärften Anforderungen des neuen Rechtsrahmens vorbereitet, herrscht auf Behördenseite zeitlicher Verzug. Prekär ist vor allem das schleppende Anerkennungsverfahren für die Benannten Stellen: Im Medizinprodukte-Bereich gibt es sieben, für Diagnostika erst zwei Benannte Stellen. Die Übergangsfristen der neuen EU-Verordnungen laufen zum 26. Mai 2020 bzw. zum 26. Mai 2022 aus: „Ohne Benannte Stellen droht ein Mangel an Diagnostik und Medizintechnik und dies gefährdet eine flächendeckende und sichere medizinische Versorgung“, sagt Walger.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 46280549)