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Personalmanagement

Personalbeschaffung strategisch planen

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Auch Fachbereichsverantwortliche blicken missmutig in die Zukunft, wenn es um die Personalstrategie geht. Allerdings geht es bei ihnen weniger um die ad-hoc Verfügbarkeit sondern vielmehr um den Spezialbedarf, den sie nicht gedeckt bekommen. Ganz kritisch sehen die Personalverantwortlichen den derzeitigen Status bei der Sicherung ihres Personalbedarfs. Ganze 80 % von ihnen sind unzufrieden.

Personalstrategien werden nicht umgesetzt

Das mag daran liegen, dass sie qua ihrer Funktion verantwortlich für die Sicherstellung des Personals gemacht werden, derzeit aber kaum Handlungschancen sehen, diese Situation kurzfristig zu verändern. Zwar geben ebenso viele von ihnen an, über eine langfristig angelegte Personalstrategie zu verfügen. Ob diese jedoch umgesetzt wird, darf bezweifelt werden: Denn umgekehrt sehen sich 84 % der befragten Fachbereichsleiter selbst als die Hauptakteure im Beschaffen und Sichern des Personals.

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Diese Ergebnisse zeigen klar auf, welche Eigen- und Fremdwahrnehmungen zwischen Fachbereich und HR existieren und einer integrierten Personalplanung im Wege stehen. Legitimiert durch die Geschäftsleitung leistet HR zwar eine formale Vorgabe für die Planung, an die sich allerdings der jeweilige Fachbereich nicht hält. Im Gegenteil, jeder dritte Fachbereich gibt an, nach eigenem Ermessen zu handeln und zeigt damit, dass er seinen Personalkollegen nicht zutraut, die richtigen Mitarbeiter für seine Abteilung zu finden.

Einkauf wird in vielen Fällen zu spät ins Boot geholt

Ebenso getrübt scheint den Studienverfassern zufolge auch die Kommunikation zwischen Personalabteilung und Einkauf zu sein. Zumindest wenn es darum geht, den Einkauf bei der Personalplanung adäquat zu berücksichtigen. Zwar geben 80 % der Einkaufsleiter an, bei der Rekrutierung externer Fachkräfte involviert zu sein. Sie fühlen sich aber keineswegs als vollwertiger Mitentscheider im gesamten Planungsprozess. Auch hier haben die befragten Parteien wieder ganz unterschiedliche Vorstellungen vom Idealzustand.

Aus der Sicht der Fachbereichsleiter wird der Einkauf bei der Rekrutierung externer Fachkräfte bei Weitem noch nicht konsequent genug eingebunden. Nur 9 % sehen ihren Einkauf bei der Rekrutierung von Freiberuflern in Arbeitnehmerüberlassung beteiligt. Und kaum jemand der knapp 300 Befragten sieht den Einkauf hier in der Hauptverantwortung.

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