Protein steuert Zellteilung (Wissenschaftsbild des Tages)
Wie speichert das Gehirn gelernte Informationen? Dieser Frage sind Forschende des Friedrich-Miescher-Instituts für Biomedizinische Forschung nachgegangen. Sie trainierten Zebrafische, zwei Gerüche auseinanderzuhalten. Das Team maß dann die Aktivität in einer Hirnregion, die interne Geruchsdarstellungen formt.
Die Aktivitätsmuster im Zebrafischgehirn variierten jedes Mal, auch wenn die Fische denselben Geruch wahrnahmen. Dies spricht gegen die Hypothese, dass Gerüche als einzelne stabile Muster kodiert werden.
„Die Ergebnisse zeigen, dass Lernen weniger wie das Speichern jedes Geruchs in einer festen mentalen Schublade funktioniert, sondern eher wie das Umgestalten einer Karte, sodass wichtige Gerüche herausstechen“, erklärt Studienleiter Rainer Friedrich.
Im Bild ist die neuronale Aktivität im Vorderhirn eines Zebrafischs während Geruchsexposition dargestellt, gemittelt über drei Sekunden. Wärmere Farben zeigen stärkere Aktivität.
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Wissenschaftsbild des Tages vom 29.9.2026 (Bild: Hu, Temiz, et al., Nature Neuroscience)

