Suchen

Wassseranalyse

Schnelle Qualitätskontrolle bei der Isolierglasherstellung

| Autor/ Redakteur: Kerstin Dreblow* und Thomas Fiedler* / Dr. Ilka Ottleben

Isolierverglasungen müssen hochwertig produziert werden, auch im Hinblick auf wachsende Anforderungen der Energieeinsparverordnung. Die EN 1279-6 schreibt die werkseigene Produktionskontrolle vor, doch gibt es effiziente und kostengünstige Alternativen zur geforderten Karl-Fischer-Titration?

Firmen zum Thema

Abb. 1: Schematischer Aufbau von Isolierglas – ein hermetisch verschlossener Hohlraum verbindet mindestens zwei Glasscheiben miteinander.
Abb. 1: Schematischer Aufbau von Isolierglas – ein hermetisch verschlossener Hohlraum verbindet mindestens zwei Glasscheiben miteinander.
(Bild: Berghof/Uniglas)

Isoliergläser werden in der Regel zur Wärme- und Schalldämmung aber auch für den Sonnenschutz eingesetzt. Sie tragen zu einem besseren Raumklima bei und unterstützen aktiv den Umweltschutz.

Handelsübliche Isoliergläser bestehen aus mindestens zwei Glasscheiben, die durch einen hermetisch verschlossenen Hohlraum miteinander verbunden sind (s. Abb. 1). Um eine maximale Wärmedämmung zu erzielen, werden selektive Funktionsschichten auf eine oder mehrere Scheiben aufgebracht und der Zwischenraum mit Edelgasen (Ar oder Kr) gefüllt, die aufgrund ihrer Molekülgröße zu größerer Trägheit und somit zu geringer Wärmeleitung bei Temperaturunterschieden zwischen Außen- und Raumseite führen.

Bildergalerie

Das Kernstück stellt der Randverbund dar, welcher die dauerhafte Funktionsfähigkeit des Isolierglases bestimmt. Einerseits muss gewährleistet werden, dass die Scheiben mechanisch verbunden sind. Auf der anderen Seite muss der Randverbund eine weitgehend gasdichte Sperre bilden, um zu verhindern, dass Gas entweicht und Umgebungsfeuchte eindringt.

Darüber hinaus gilt es, meteorologisch bedingte Druckunterschiede zum Gasdruck im hermetisch von der Außenwelt abgeschlossenen Scheibenzwischenraum, der etwa dem Luftdruck während der Produktion entspricht und den permanent wechselnden Luftdruck auszugleichen. Extreme stellen im Sommer hohe Temperatur und Tiefdruck und im Winter niedrige Temperatur und Hochdruck dar.

In modernen Isoliergläsern werden heute zunehmend die früher üblichen Hohlprofile aus Aluminium durch Edelstahl- und Kunststoffkompositprofile oder auch durch flexible Abstandhaltersysteme mit integriertem Trocknungsmittel aus Thermoplasten (Uniglas Star TPS) oder Silikonschaum mit einer auf den Rücken applizierten Hochbarrierefolie (Uniglas Star FLS) ersetzt. Die natürliche Lebensdauer von Isoliergläsern hängt weitgehend von der Verarbeitungstechnologie ab. Eine Diffusion von Gasen aus dem Scheibenzwischenraum ist nicht vollkommen vermeidbar. Ebenso dringt mit der Zeit Umgebungsfeuchte ein, welche vom Trocknungsmittel (Molekularsieb) adsorbiert wird. Ist dieses gesättigt, beschlägt das Glas auf der dem Scheibenzwischenraum zugewandten Seite. In Abhängigkeit der Verarbeitung geht man bei modernen Isoliergläsern formatabhängig von einer Lebensdauer von mindestens 25 bis 35 Jahren aus.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 42951326)