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Nachverfolgbarkeit von Messergebnissen und Wartung

So vermeiden Sie Fehler im Labor (Teil 2)

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Die Bedeutung von Wartung nicht unterschätzen

Irrtümlicherweise assoziieren viele Labore das Thema Trendanalyse nicht mit dem Thema Gerätewartung. Hierin spiegelt sich eine Fehleinschätzung der Bedeutung von Wartung wider, vor allem der vorbeugenden Wartung.

Die Schilderung einer Laborleiterin illustriert, wie wichtig es ist, beim Thema Wartung strategisch und vorausschauend zu denken. Die Leistung eines Gaschromatographen war bereits seit zwölf Stunden nachlassend. Nach mehreren frustrierenden und kostspieligen Ausfallzeiten isolierte die Laborleiterin das Problem. Sie stellte bald fest, dass sie bei aufmerksamer Überprüfung der Flächeneinheiten ein entstehendes Fehlermuster erkannt hätte.

Bisher werden diese Ergebnisse nur in den seltensten Fällen für eine vorbeugende Gerätewartung genutzt. Daten wie Flächeneinheiten, Baseline-Leitfähigkeit und Retentionszeit bieten wertvolle Hinweise, die nach Trending und Analyse viel über den Zustand eines Geräts aussagen können. Ein LIMS wie der Sample-Manager von Thermo Fisher Scientific bietet dem Nutzer Funktionen zur Überwachung des Zustands eines Geräts, damit bei der Arbeit ein regelmäßiger Wartungsplan effizienter umgesetzt werden kann. Der Benutzer wird über eine anstehende Wartung oder das Versagen von Verschleißteilen benachrichtigt, damit die Wartung vor dem Auftreten folgenschwerer Probleme vorgenommen werden kann. Labore haben jedoch eine weitere Möglichkeit, an ihren Geräten „dranzubleiben“ – mithilfe von Daten.

Analytiker geben oftmals vor, dass sie ihre Geräte „kennen“, manchmal sind die Hinweise jedoch zu subtil, um das Problem vor dem Versagen des Geräts zu erkennen. Da in vielen Laboren zudem Auszubildende, Neuzugänge oder Kollegen arbeiten, die mit einem Gerätetyp oder einem bestimmten Modell nicht vertraut sind, ist es riskant, sich auf Intuition und Bauchgefühl zu verlassen. Verlassen Sie sich lieber auf Daten, wenn Sie ein Gerät verstehen möchten. Wenn der Mitarbeiter ein Intervall festlegt, in dem eine Prüfung auf Abweichungen vorgenommen werden soll, schafft er sich so ein Frühwarnsystem. Das kann in einem LIMS leicht bewerkstelligt werden.

Daten gab es auch vor der Einführung von Software, doch vor der Nutzung von LIMS und anderen Systemen verbrachten Labore viel Zeit mit rückwärtsgerichtetem Blick. Hinsichtlich Wartung gelangten sie so möglicherweise zu einigen guten Geschäftspraktiken, doch für die Abwendung von Ausfallzeiten und mangelhaften Resultaten war diese Arbeitsweise nicht hilfreich. Nun können wir jedoch Abhilfe leisten: Wir können unsere Geräte besser kennen und mehr denn je unsere Entscheidungen auf der Grundlage von Daten treffen.

Kleine Schritte führen zu großen Veränderungen

Langjährige Erfahrung in der Beratung von Laboratorien zeigt, dass die meisten mit grundlegenden Problemen kämpfen, die schon seit vielen Jahren existieren. Hinzu kommt, dass heute sowohl das Arbeitstempo als auch die Anforderungen an einen Analytiker oder Laborleiter zugenommen haben.

Mehr denn je ist es also notwendig, sich im Labor auf das Wesentliche zu besinnen und dabei die neuen technischen Möglichkeiten zu nutzen. Labore sollten die verfügbare Technik einsetzen, um einen strategischeren, aktiveren und intelligenteren Ansatz an vermeintliche Routineaufgaben zu erzielen und damit die Effizienz zu erhöhen.

* J. Mensingh: Labtopia Inc., Partner of Thermo Fisher Scientific, Houston/USA

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