Worldwide China

Nachverfolgbarkeit von Messergebnissen und Wartung

So vermeiden Sie Fehler im Labor (Teil 2)

| Autor / Redakteur: Jeanne Mensingh* / Dr. Ilka Ottleben

Abb.1: Methoden wie die Lichtmikroskopie generieren oftmals eine Vielzahl von Daten, die mit modernen Software-Systemen analysiert werden sollten. Die Nachverfolgbarkeit von Messungen bleibt hier ein zentrales Thema.
Abb.1: Methoden wie die Lichtmikroskopie generieren oftmals eine Vielzahl von Daten, die mit modernen Software-Systemen analysiert werden sollten. Die Nachverfolgbarkeit von Messungen bleibt hier ein zentrales Thema. (Bild: Labtopia)

Nicht die offensichtlichen Fehler – wie ein Geräteausfall – zeigen die größten Auswirkungen. Es sind kleine, alltägliche Probleme, die die Effizienz der Laborarbeit am empfindlichsten stören. Welche Schwierigkeiten gibt es bei der Nachverfolgbarkeit von Messungen und der Gerätewartung?

Der erste Teil dieses Artikels beschäftigte sich mit den Themen Bestandsmanagement, Analysetrends und standardisierten Arbeitsprozessen.

Auch hier gibt es kleine Fehler, die sich in den Laboralltag eingeschlichen haben, und damit die Effizienz des Laborbetriebes empfindlich stören können. Durch den Einsatz eines Labor-Informationsmanagement-Systems (LIMS) können diese Bereiche besser überwacht und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Doch wie sieht es bei der Nachverfolgbarkeit von Messungen und dem vielfach unterschätztem Problem der Gerätewartung aus?

So vermeiden Sie alltägliche Fehler im Labor

Bestandsmanagement, Analysetrends und SOPs

So vermeiden Sie alltägliche Fehler im Labor

24.08.15 - Die Arbeit im Labor wird oftmals durch Alltags-Probleme behindert. In diesem zweiteiligen Artikel stellen wir Ihnen fünf alltägliche Probleme im Labor vor und wie sie vermieden werden können. Im ersten Teil (Teil 2 folgt im September) geht es um das Bestandsmanagement, fehlende Analysetrends und standardisierte SOPs. lesen

Nachverfolgbarkeit von Messungen sicherstellen

Das Bestandsmanagement und die Entwicklung, Einführung und elektronische Überwachung der SOPs sind in allen Laboren erwiesene Erfolgsfaktoren. Wenn Sie das gut hinbekommen, ist es wahrscheinlich, dass Ihnen auch die Nachverfolgbarkeit der Messungen gut gelingt. Ohne eine Übersicht über den Bestand und die Mitarbeiter, die sich nicht an die SOPs halten, vor allem bezüglich der Eingabe von laufenden Experimentdaten, sind Sie gegebenenfalls nicht in der Lage, die Ursachen eines ungültigen Ergebnisses zu erkennen, was wiederum zu einen Problem für die Vertretbarkeit der Daten führen kann.

Ein einzelnes Labor führt unter Umständen jede Woche Hunderte von Tests durch. Und ein Test ist nicht einfach nur ein Test, er ist die Summe vieler Einzelschritte. Wo ist eine Probe entstanden, wie sieht die Wartungsgeschichte des benutzten Geräts aus, welche Reagenzien und Standards wurden verwendet, wann wurde die Analyse zuletzt zertifiziert, welcher Lieferant stellte die Verbrauchsmaterialien bereit? Ohne Antworten auf diese Fragen ist es kaum möglich, ein vertretbares Analyseresultat zu erzielen.

Die Vertretbarkeit der Daten setzt u.a. akribische Rückverfolgungsschritte voraus, von denen viele in die Struktur und die Arbeitsabläufe des Labors integriert sind und unter Umständen nicht voneinander isoliert werden können. So können beispielsweise handschriftliche Notizen von Kollegen zum massiven Problem bei der Nachverfolgbarkeit führen. Und es ist auch kostspielig: Analytiker verbringen ein Viertel ihrer produktiven Zeit mit der Erfassung von Daten zur Verteidigung eines Ergebnisses.

Die Verteidigung von Daten ist schwierig und zudem nicht optional. Glücklicherweise kann diese Aufgabe heute von der Technik im Hintergrund erledigt werden, was hinsichtlich der Vertretbarkeit der Daten zu massiver Zeit- und Kostenersparnis führt und das Stressniveau senkt. Datenmanagementsoftware verringert die zur Verteidigung von Daten benötigte Zeit um 25% und führt so zu einem messbaren Anstieg der Produktivität.

LIMS gab es bereits früher, als Labore bei der grundlegenden Datenverwaltung und Erstellung von Datenberichten auf sich selbst gestellt waren. Heute erreicht ein LIMS das ganze Unternehmen: Es ist weiterhin zentral im Labor implementiert, kann aber in MRP, ERP und andere Unternehmenssysteme so integriert werden, dass es sich auf die Vertretbarkeit der Daten direkt auswirkt. Schluss mit der Suche an mehreren Standorten – häufig eine Kombination von handschriftlichen Notizen, Tabellen und Berichten: Alles was der Anwender braucht, um ein Ergebnis zu verteidigen, ist ordentlich abgelegt und ermöglicht eine schnelle Analyse und Berichterstattung.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43561468 / Labortechnik)