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Gefahrstofflagerung

Stabil und sicher: Komplexe Synthesen sicher durchführen

| Autor / Redakteur: Sven Sievers* / Dr. Ilka Ottleben

Abb. 1: Für die Herstellung der komplexen Isotope benutzen die Synthesechemiker von Alsachim täglich eine Vielzahl an Gefahrstoffen.
Abb. 1: Für die Herstellung der komplexen Isotope benutzen die Synthesechemiker von Alsachim täglich eine Vielzahl an Gefahrstoffen. (Bild: ©totojang1977, ©Aleksejs Jevsejenko - stock.adobe.com [M] GötzelHorn)

In vielen Laboren kommen täglich Gefahrstoffe zum Einsatz, z.B. als essenzieller Ausgangsstoff für Synthesen, wie beim Straßburger Unter­nehmen Alsachim, das u.a. auf die Herstellung stabiler Isotope spezialisiert ist. Die sichere Lagerung der Gefahrstoffe in Arbeitsplatznähe ist dabei wichtig für den Arbeitsablauf.

Physiologisch relevante Moleküle – darunter fallen sowohl Wirkstoffvorstufen, Lebensmittelinhaltsstoffe als auch Feinchemikalien. Oft ist es wünschenswert, dass sie mit stabilen – nicht radioaktiven – Isotopen markiert sind. Verwendung finden solche Isotope in DMPK-Labors (Drug Metabolism and Pharmcokinetics) der Pharma- und Lebensmittelindustrie als interne Standards zur Quantifizierung von Analyten. Auf die Synthese solcher Moleküle und deren Isotopenmarkierung ist das Unternehmen für Auftragsforschung Alsachim mit Sitz im Arrondissement von Straßburg spezialisiert. Für die Herstellung der komplexen Isotope benutzen die Synthesechemiker täglich eine Vielzahl an Gefahrstoffen.

Aufgrund der vielfältigen Einsatzgebiete auch im klinischen Bereich steigt der Bedarf an stabilen isotopenmarkierten Molekülen stetig – und damit auch der Platzbedarf von Alsachim. So wurde ein Umzug in größere Räumlichkeiten unumgänglich. Für die zukünftigen Arbeitsräume suchte das Team rund um das Chemiker-Duo Toufik Fellague und Jean-Francois Hoeffler nach optimal auf ihre Anforderungen zugeschnittenen Lösungen zur Lagerung der unterschiedlichen Gefahrstoffe. Unter dem aus St. Louis oder Cambridge stammenden Primärmaterial für die Synthesen sind Gefahrstoffe wie Kohlenmonoxid, Kohlendioxyd, Acetylen, Ammoniak und Cyanid.

Diese meist entzündlichen, ätzenden oder gar giftigen Substanzen müssen feuergeschützt und belüftet aufbewahrt werden. Das sorgt für grundsätzlichen Schutz im Brandfall und verhindert, dass Mitarbeiter kontinuierlich den schädlichen Dämpfen ausgesetzt sind. „Die Gesundheit und die Sicherheit unserer Mitarbeiter haben für uns oberste Priorität. Deswegen legten wir bei der neuen Laborausstattung besonderen Wert auf hohe und geprüfte Sicherheitsstandards“, berichten Geschäftsführer Toufik Fellague und Alsachim Präsident Jean-François Hoeffler.

Neben einem hohen Maß an Sicherheitskriterien spielten zusätzlich wirtschaftliche und ergonomische Aspekte sowie der Stand der Technik eine zentrale Rolle bei der Wahl der neuen Gefahrstoffschränke. Den Mitarbeitern ist ein einfaches Handling beim Herausnehmen und Zurückstellen der Gefahrstoffe sowie ein direkter Zugriff auf alle Gebinde wichtig.

Gefahrstofflagerung: DIN-Normung schafft Sicherheit und Vetrauen

Für die spezifischen Anforderungen von Alsachim gibt es auf dem Markt keinen Standardschrank, der mit einem Klick im Internet zu bestellen ist. Eine persönliche Beratung gab den notwendigen Aufschluss auf dem Weg zur individuellen Lösung. Denn das Ausloten aller Möglichkeiten sorgt für eine optimale Entscheidungsgrundlage. Mit Asecos, führender Hersteller von Sicherheitsschränken nach Europäischer Norm 14470-1/-2, fanden die Chemiker einen fachkundigen Ansprechpartner für ihre Planung.

Ergänzendes zum Thema
 
Gesetzliche Grundlagen für den Umgang mit Chemikalien

Die Normung von Sicherheitsschränken hinsichtlich ihrer sicherheitstechnischen Anforderungen und Prüfverfahren wurde erstmals 1984 (Sicherheitsschränke für brennbare Flüssigkeiten) und 1988 (Sicherheitsschränke für Druckgasflaschen) durch das Deutsche Institut für Normung (DIN) veröffentlicht. Die im Laufe der Jahre notwendigen Anpassungen auf den Stand der Technik wurden final in den nun geltenden Europäischen Normen EN 14470-1 und EN 14470-2 umgesetzt. Bereits seit 1917 stellt das Deutsche Institut für Normung eine unabhängige Plattform für marktgerechte Standards dar.

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