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Analyseinstrumente

Studie belegt Wichtigkeit langjähriger Kundenbeziehungen

| Autor/ Redakteur: Greg Thiele* / Marc Platthaus

Nach was suchen Anwender, wenn sie in Analyseinstrumente investieren? Genauigkeit, Präzision und Zuverlässigkeit der Messergebnisse sind eine Grundvoraussetzung. Eine Studie hat jetzt belegt, dass aber Service und langjährige Beziehungen mittlerweile genauso wichtig für Investitionen sind.

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(Bild: © FotolEdhar - Fotolia)

In der Materialentwicklung und -Herstellung stellen Analysedaten das Rückgrat für eine optimierte Produktion dar. Von der Gewährleistung eines präzisen Materialverhaltensprofils, bis hin zur Erfüllung strenger regulatorischer Auflagen, müssen sich die Eigenschaften, die Sicherheit und die Marktfähigkeit von Materialien und Arzneimitteln auf analytische Strenge während des F&E-Prozesses und der Produktkontrolle verlassen können. Die Entwicklung einer stabilen Analysemethode die präzise die Prozessanforderungen erfüllt, ist daher ausschlaggebend für den Erfolg. Ein Instrument, das korrekte Daten liefert, kann die Entwicklung rationalisieren und die Produkteinführungszeit verkürzen. Umgekehrt können mit nicht wirklich zum Prozess passender Technologie erzeugte Daten Analysen extrem verteuern und aufwändigen Personaleinsatz nötig machen.

Heutzutage sind Hochleistungsinstrumente einfacher zu handhaben als je zuvor. Die Vorteile des Instrumentendesigns und der Datenverarbeitung haben sich von Aufgaben, die früher nur von Experten ausgeführt werden konnten, wie z.B. der Materialcharakterisierung in Routineaufgaben verwandelt. Darüber hinaus bedeutet die Ausweitung des Instrumentenmarkts für den Kunden, dass ihm nun eine größere Auswahl verschiedener Techniken und Anbieter zur Verfügung steht. Moderne Laboratorien verlassen sich oftmals auf orthogonale Techniken für die umfassende Forschung und Entwicklung sowie Qualitätssicherung. Daher haben sich die Anforderungen an Instrumentenhersteller grundlegend geändert. Neben der ständigen Nachfrage nach schnelleren, präziseren und einfacher zu bedienenden Instrumenten, ist heute das Maß an gebotener Kundenunterstützung und Expertise ausschlaggebend dafür, mit welchem Partner man sich zusammenschließt.

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In diesem Artikel berichten langjährige Kunden des globalen Unternehmens Micromeritics Instrument Corporation, das Geräte zur Materialcharakterisierung herstellt, was ihren Entscheidungsprozess beeinflusst, wenn es darum geht, Geld in analytische Geräte zu investieren. Die Studie, für die Interviews, die mit Fachleuten aus der Materialindustrie geführt wurden, zeigt den hohen Stellenwert hochwertiger Expertenunterstützung für die Entwicklung stabiler analytischer Methoden und für die Lösung von Problemen im Prozess.

Beispiel 1: Dotierte Aktivkohle herstellen

Bei dem in Teterow ansässigen Unternehmen Adfis Products wird speziell dotierte Aktivkohle mittels Wasserdampfaktivierung produziert. Dr. Bernd Müller ist hier verantwortlich für die Bereiche Produktionskontrolle und Forschung & Entwicklung. Während der vergangenen fünf Jahre hat Dr. Müllers Team für die stabile Kontrolle des Herstellungsprozesses verschiedene Micromeritics-Geräte verwendet. „Wir haben eine exzellente Arbeitsbeziehung mit dem Labor unseres Instrumentenanbieters entwickelt“, sagt Dr. Müller. „Die angebotene Expertise hat uns geholfen, ein optimiertes analytisches System zu entwickeln, das perfekt auf unseren Prozess zugeschnitten ist. Daher freut es mich sagen zu können, dass wir kaum Probleme mit unseren Analyseprozessen haben, dass uns aber trotzdem stets ein exzellentes Service-Team zur Seite steht, wenn wir es brauchen.“

Das F&E-Labor hat aus dem Produktionsprozess ein Aufkommen von ca. 20 Proben gleichzeitig, an denen jeweils 12 verschiedene Analysen durchgeführt werden. Anhand der Daten kann dann ein umfassendes Leistungsprofil der Aktivkohlen erstellt werden. Während des normalen Arbeitsablaufs benötigt dieser Prozess etwa zwei Tage, während dieser Zeit kann Dr. Müllers Team wichtige Entscheidungen über die bestgeeigneten nächsten Schritte im Arbeitsprozess treffen. Der Arbeitsprozess und die Produktleistung basieren auf der Zuverlässigkeit der Daten. Die Analysen, die im hauseigenen Labor durchgeführt werden, nehmen etwas 85% der zur Verfügung stehenden Zeit in Anspruch. Das Adfis-Team benutzt drei analytische Instrumente von der Firma Micromeritics, die in Kombination ein optimales Mess- und Analysenprofil ergeben. Folgende Methoden werden für F&E und Qualitätskontrolle eingesetzt:

  • Oberflächenbestimmung und Porositätsanalyse (Gemini),
  • Reindichtemessung (Sklettdichtemessung) von Aktivkohlegranulat und -pellets (Accu-Pyc) sowie
  • Partikeldichtemessungen (Geo-Pyc).

Da die Produktion fortwährend läuft, ist eine tägliche Produktüberprüfung wesentlich, um die Prozessqualität zu halten.

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Über den Autor

Marc Platthaus

Marc Platthaus

Chefredakteur, LABORPRAXIS - Mehr Effizienz für Labor & Analytik