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Mega-Deal der Chemieindustrie

Übernimmt Evonik Schweizer Konkurrenten Clariant?

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Internationaler

Außerdem will Küsthardt den Ausbau internationaler Kompetenzzentren forcieren. Ziel ist es, mit einer an den lokalen Bedürfnissen ausgerichteten Forschung und Anwendungstechnik die Wettbewerbsfähigkeit der Kunden insbesondere in attraktiven Wachstumsregionen zu stärken. Bereits heute unterstützt Evonik in Laboren und Technika rund um den Globus Kunden mit maßgeschneiderten Lösungen. So entwickelt ein F&E-Zentrum für Lackadditive mit Standorten in Singapur und Schanghai Produkte für Farben- und Lackhersteller in Asien. In Taiwan berät ein Technologiezentrum Kunden aus der asiatischen Display-Industrie. In den USA arbeitet das Projekthaus "Medical Devices" an Innovationen in der Medizintechnik.

Offener

Evonik öffnet sich bewusst immer stärker für externe Partner und kooperiert mit Wissenschaftlern und jungen Unternehmern ("Open Innovation"). Dies will Küsthardt intensivieren. Dazu zählen auch Corporate-Venture-Capital-Aktivitäten, für die insgesamt rund 100 Millionen € bereit stehen. Die Investments und Beteiligungen geben Evonik in frühen Entwicklungsphasen Einblicke in innovative Technologien und Geschäfte. Der jüngste Erwerb ist die finnische Nanocomp, die nanooptische Strukturen für Anwendungen in der 3D-Gestenerkennung, in der Medizintechnik und in Displays entwickelt.

Nachhaltiger

Die Innovationsstrategie von Evonik orientiert sich an den Bedürfnissen einer wachsenden Gesellschaft - Ernährung, Gesundheit, Zugang zu neuen Technologien, schonender Umgang mit den vorhandenen Ressourcen. Ressourceneffizienz und Klimafreundlichkeit sind die Basis für zahlreiche energieeffiziente umweltschonende Produkte von Evonik. So hat der Spezialchemiekonzern für eine umweltfreundliche und ressourceneffiziente Mobilität gleich mehrere Lösungen parat. Mit Hilfe des Silica/Silan-Systems für den "grünen Reifen" sinkt der Kraftstoffverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Produkten um bis zu 8 Prozent und mit innovativen Additiven für Hochleistungsschmierstoffe um bis zu 4 Prozent. Weitere Kraftstoffeinsparungen versprechen Produkte von Evonik für den Leichtbau etwa mit Verbundwerkstoffen (Compositen).

In Zahlen

  • F&E-Aufwand: 413 Millionen €
  • F&E-Quote: 3,2%
  • F&E-Mitarbeiter: rund 2.600
  • Standorte: rund 35
  • F&E-Projekte: rund 500
  • Anzahl der 2014 neu eingereichten Patente: rund 250
  • Bestand der Patente und Patentanmeldungen: mehr als 25 000
  • Bestand Markenregistrierungen/-anmeldungen: mehr als 7000

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