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Stressbewältigung Verhaltenstipps zur Stressbewältigung für Beruf und Alltag

| Autor / Redakteur: Wolfgang Scheiber / Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Stressbedingte Erkrankungen nehmen kontinuierlich zu. In den letzten 2 Jahrzehnten hat sich der Anteil der Fehltage wegen psychischer Erkrankungen sogar verdreifacht. Während früher die Rückenbeschwerden an erster Stelle standen, verursachen die psychischen Erkrankungen inzwischen die meisten Arbeitsunfähigkeitstage.

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Stressbedingte Arbeitsunfähigkeitstage nehmen kontinuierlich zu und ist daher ein Thema, das Personalverantwortliche und Führungskräfte aller Branchen angeht.
Stressbedingte Arbeitsunfähigkeitstage nehmen kontinuierlich zu und ist daher ein Thema, das Personalverantwortliche und Führungskräfte aller Branchen angeht.
(Bild: Trueffelpix/Fotolia.com)

Grund genug, sich mit dem Thema Stress und geeigneten Bewältigungs-Strategien intensiv auseinander zu setzen. Dazu gleich vorne weg: Stress ist wichtig. Ohne Stress gäbe es keinen Fortschritt! In Stress-Situationen produziert unser Köper die unterschiedlichsten Stresshormone. Diese sorgen unter anderem dafür, dass wir geistige und körperliche Höchstleistungen vollbringen können. Ohne diese Stresshormone können wir anspruchsvolle Situationen nicht bewältigen.

Den Dauerstress wirkungsvoll unterbrechen

Allerdings gilt das nur, solange wir uns nicht im Dauerstress befinden. Dauerstress bewirkt genau das Gegenteil! Die Leistungsfähigkeit sinkt und es kommt zu den allseits bekannten Stresserkrankungen wie Herz-Kreislauf-Beschwerden, Schlafstörungen, Magen-Darmproblemen usw. Diesen gefährlichen Dauerstress müssen wir gezielt unterbrechen. Wir müssen dafür sorgen, dass wir nach einer Stress-Situation wieder schnellstmöglich zur „inneren Ruhe“ zurückfinden. Die Anspannung, die eine Stress-Situation hervorruft, muss anschließend wieder abgebaut werden. Dazu gibt es eine Fülle von einfachen Techniken, die eine außergewöhnliche Wirkung haben. Drei davon finden Sie in unten stehendem Info-Kasten.

Darüber hinaus müssen wir dafür sorgen, dass wir uns in der Freizeit optimal erholen. Und genau da werden viele Fehler gemacht. Wenn man „FREIZEIT“ als die „frei zur Verfügung“ stehende Zeit definiert, haben viele Menschen gar keine Freizeit! Ständig sind tausend Dinge zu erledigen. Häufig hört man den Hilferuf „Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll!“. In solchen Phasen sollte man sich auch für die privaten Aufgaben eine Zeitmanagement-Technik zu Nutze machen, die sich im Business-Bereich schon seit Jahrzehnten bewährt hat.

Das Wichtige vom weniger Wichtigen unterscheiden

Dazu schreibt man als erstes alles, was zu tun wäre, auf eine Liste. Danach ordnet man jedem Punkt der Liste eine Priorität (A, B, C oder D) zu und erledigt zunächst nur das Wichtigste, nämlich die A-Prioritäten. Dies verschafft das gute Gefühl, das wirklich Wichtige im Griff zu haben. Man sieht wieder Land, ist neu motiviert und manchmal kann man dann sogar noch den einen oder anderen der weniger wichtigen Punkte abarbeiten.

So einfach? Im Prinzip ja. Die Schwierigkeit besteht lediglich in der richtigen Prioritäten-Zuordnung. Was ist wirklich wichtig und was weniger? Dazu müssen wir uns zu jedem Punkt der Liste 2 Fragen stellen. Die erste Frage: MUSS das getan werden (wenn ja, dann ist dieser Punkt entweder eine A- oder B-Priorität) oder SOLL das getan werden (C- oder D-Priorität). Enthält die Liste beispielsweise einen Arztbesuch mit dem Kind, dann ist das eindeutig eine MUSS-Aufgabe. Die Einladung zur Einweihungsparty beim Nachbarn ist sicher auch wichtig, wenn man an guten nachbarschaftlichen Beziehungen interessiert ist, aber gehört eindeutig nur zu den SOLL-Aufgaben.

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