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Auszeichnung Verleihung des Robert-Koch-Preises 2018 und der Robert-Koch-Medaille in Gold

| Redakteur: Doris Popp

Die Robert-Koch-Stiftung hat den Robert-Koch-Preis 2018 an Professor Jeffrey V. Ravetch von der Rockefeller University in New York/USA, verliehen. Gleichzeitig wurde Staffan Normark, Professor am Karolinska-Institutet in Stockholm/Schweden, mit der Robert-Koch-Medaille in Gold geehrt.

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Anlässlich der Presiverleihung (v.l.n.r.): Dr. Hubertus Erlen, Vorstandsvorsitzender Robert-Koch-Stiftung; Prof. Jeffrey V. Ravetch, Rockefeller University New York/USA; Prof. Staffan Normark, Karolinska-Institutet in Stockholm/Schweden; Susanne Wald, Ministerialdirektorin im Bundesministerium für Gesundheit.
Anlässlich der Presiverleihung (v.l.n.r.): Dr. Hubertus Erlen, Vorstandsvorsitzender Robert-Koch-Stiftung; Prof. Jeffrey V. Ravetch, Rockefeller University New York/USA; Prof. Staffan Normark, Karolinska-Institutet in Stockholm/Schweden; Susanne Wald, Ministerialdirektorin im Bundesministerium für Gesundheit.
(Bild: David Ausserhofer)

Berlin - Ravetch wurde mit dem mit 120.000 Euro dotierten Robert-Koch-Preis für seine bahnbrechenden Forschungsarbeiten zur Analyse der Antikörper-Antwort gewürdigt. In seiner Laudatio hob Nobelpreisträger Professor Jules Hoffmann die Arbeiten des Preisträgers hervor: „Jeff Ravetch gilt als einer der zentralen Akteure der modernen Immunologie, sowohl im Bereich der Grundlagenforschung als auch bei der klinischen Immunologie. Die Untersuchungen von Ravetch und seinen Kollegen stellen einen Paradigmenwechsel bei der Betrachtung von Antikörpern dar. Insbesondere die Entdeckung der funktionalen Diversifizierung von Antikörpern aufgrund der Modulation der Fc-Struktur und ihrer gekoppelten Effektorwege hat neue und zahlreiche Möglichkeiten bei der Behandlung von Autoimmunerkrankungen und bei Krebsimmuntherapien eröffnet.“

Normark wurde für sein Lebenswerk, insbesondere für seine Arbeiten zur Pathogenität von Krankheitserregern, gewürdigt. Laudator Professor Jörg Hacker, Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, erkannte Normarks Leistungen an: „Er ist weltweit für seine erfolgreichen Beiträge zur Mikrobiologie, vor allem zur Infektionsforschung, bekannt. Seine Untersuchungen konzentrieren sich hauptsächlich auf die pathogenen Eigenschaften von Bakterien, insbesondere von Escherichia coli und Helicobacter pylori sowie von Gonokokken und Salmonellen. Er ist ein internationaler Vorreiter im Verständnis, wie bakterielle Pathogene an Zellen binden und konnte erstmalig zeigen, dass das ulzerogene Bakterium Helicobacter pylori dazu in der Lage ist, an Epithelzellen im Magen zu binden. Sein Werk hat dazu beigetragen neue Therapien zu entwickeln und hat zur Entwicklung eines experimentellen Impfstoffes gegen Harnweginfektionen geführt.“

Die Preise überreichte Susanne Wald, Ministerialdirektorin im Bundesministerium für Gesundheit, während des Festakts am 16 November in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin.

Postdoktorandenpreise für den wissenschaftlichen Nachwuchs

Während des Festakts wurden ebenfalls die mit je 5000 Euro dotierten Postdoktorandenpreise der Robert-Koch-Stiftung für herausragende Arbeiten des wissenschaftlichen Nachwuchses verliehen. Vorgeschlagen wurden die Kandidaten von den deutschen Gesellschaften für Hygiene und Mikrobiologie, Immunologie und Virologie. Den Postdoktorandenpreis für Virologie erhielt Dr. Maximilian Münchhoff, Max von Pettenkofer-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München, für seine Arbeiten zur Analyse von HIV-Infektionen. Dr. Lisa Beate Maier, European Molecular Biology Laboratory in Heidelberg, bekam den Postdoktorandenpreis für Mikrobiologie für ihre Arbeiten zur Bedeutung der Mikrobiota bei bakteriellen Darminfektionen.

Der Preis für Immunologie ging dieses Jahr zu gleichen Teilen an Dr. Christian Mayer, Rockefeller University New York, für seine Untersuchungen auf dem Gebiet der adaptiven Immunität sowie an Dr. Christian Schwartz, Trinity College Dublin, für seine Untersuchungen zur Immunabwehr gegen Helminthen.

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