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Pharmaproduktion Von der Bench bis in die Produktion

Redakteur: Frank Jablonski

Dass die Biotechnica nicht wie andere Veranstaltungen an der Labor-Bench halt macht, zeigen auch die von Capgemini organisierten Konferenzen im Convention Center.

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Im zweiten Symposium „Biomanufacturing“ wurden die aktuellen Trends der biopharmazeutischen Produktion diskutiert.
Im zweiten Symposium „Biomanufacturing“ wurden die aktuellen Trends der biopharmazeutischen Produktion diskutiert.
( Archiv: Vogel Business Media )

Hannover - Es ist eine der Herausforderungen in der Pharmaproduktion: aus dem Wirkstoff ein zugelassenes Medikament zu entwickeln. Mit dem zweiten Biomanufacturing Symposium werden den Entwicklern und Herstellern Wege aufgezeigt, wie beispielsweise Generika auf biotechnologischem Weg hergestellt werden können oder welchen Vorteil es bringt, Prozesse bereits zu einem frühen Zeitpunkt zu validieren.

Niedrige Dosen bestimmen Produktion

Ein Beispiel gibt der Chief Operating Officer von Trion Pharma, Dr. Dirk Pelster, der seine Erfahrungen aus der Entwicklung und späteren Produktion von trifunktionalen Antikörpern in die Diskussion einbrachte. Als ein Aspekt betont er, dass die neu entwickelten Antikörper lediglich im Mikrogramm-Maßstab verabreicht werden. Diese niedrige Dosierung hat weit reichende Auswirkungen auf die spätere Produktion des Wirkstoffes. „Wir können mit nur 30 Litern 3800 therapeutische Dosen herstellen, was dem Weltmarkt-Bedarf entspricht. Und das hat natürlich Auswirkungen auf die Produktion und deren Maßstab gehabt!“

Auch der Aspekt, dass die am Prozess beteiligten Bereiche alle zum Unternehmen gehören, ist ein wichtiger Aspekt für den reibungslosen Ablauf der Projekte und „auch weiche Faktoren wie Vertrauen und Flexibilität tragen zum Erfolg eines solchen Projektes bei“, sagte Pelster.

Neue Verfahren sparen Produktionszeit

Dr. Timo May, Chef des Downstream Processings bei Richter-Helm Biologics, einer der Pionier-Firmen der norddeutschen Biotechnolgie und Tochter der Ungarischen Gedeon Richter, zeigt anhand von Applikationsbeispielen wie sein Unternehmen die Produktivität erhöht, indem Prozessschritte mithilfe eines speziellen neuen Verfahrensschrittes, in diesem Fall der Expanded Bed(EBA)-Technik reduziert werden konnten. Über 50% der Verfahrenszeit konnte auf diesem Weg eingespart werden, ebenso wie die notwendigen Reinigungsschritte.

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