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Tipps für mehr Nachhaltigkeit
Was bringt die „Grüne Chromatographie“?

Ein Gastbeitrag von Dr. Kerstin Hermuth-Kleinschmidt, NIUB Nachhaltigkeitsberatung 10 min Lesedauer

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Themen wie Ressourcenoptimierung oder bessere Energienutzung sind im Labor angekommen. Was bedeutet das für die Chromatographie, die wichtigste Trennmethode? Eine Bestandsaufnahme zeigt, wie viel Optimierungspotenzial in der mehr als 100 Jahre alten Technik steckt.

Abb.1: Prinzipien der „Green Chomatography“(Bild:  Niub)
Abb.1: Prinzipien der „Green Chomatography“
(Bild: Niub)

Welche Ziele hat nachhaltige Chromatographie? Zum einen den Energie- und Ressourcenverbrauch über den gesamten Workflow zu minimieren, nicht-toxische Reagenzien zu nutzen – wenn möglich auch aus erneuerbaren Quellen. Zum anderen aber auch, aus einer einzigen Probe möglichst viele Informationen zu erhalten (s. Abb. 1).

Chromatographie mit grünen Lösungsmitteln

Eine der wichtigsten Maßnahmen ist die Verwendung nicht-toxischer Lösungsmittel. Vor allem der Routinebetrieb hat mit einem geschätzten Verbrauch von 1 - 1,5 Liter Lösungsmittel pro Tag einen hohen Verbrauch. Das macht nach einer Schätzung, die aus dem Jahr 2011 stammt und die von 13.000 HPLC-Geräten weltweit ausgeht, einen Verbrauch von 34 Millionen Liter Lösungsmittel pro Jahr [4].