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Mikroskopie

Weniger Photobleaching und Phototoxizität

11.09.2007 | Redakteur: Ilka Ottleben

Photobleaching und Phototoxizität sind wesentliche limitierende Faktoren der konfokalen Laser-Scanning-Fluoreszenzmikroskopie. Reaktive Sauerstoffradikale, die als Nebenprodukte bei der Fluoreszenzanregung entstehen, schädigen die lebenden Zellen in der Probe und sind für das Bleichen mitverantwortlich. Die konfokalen Systeme C1 von Nikon lassen sich jetzt mit Controlled-Light-Exposure-Microscopy (Clem) konfigurieren. Mit dieser neuen Methode können Photobleaching und Phototoxizität bei gleichbleibender Bildqualität um das zwei- bis zehnfache reduziert werden. Lebende Zellen, die Fluoreszenzmarker (z.B. GFP) enthalten, zeigen mit Clem erst wesentlich später phototoxisch induzierte Schädigungen (z.B. Zellsterben) als mit konventioneller, konfokaler Fluoreszenzmikroskopie.

Integriert zwischen die Laser-/AOM-Einheit und den PMT-Detektor der konfokalen Systeme sorgt die Clem-Box dafür, dass Laserlicht nur dann ins Objektiv gelangt, wenn von dem jeweiligen Ort (Pixel) in der Probe eine Fluoreszenzemission zu erwarten ist. Auch wenn Bereiche mit übersättigter Fluoreszenz getroffen werden, bleibt das Licht aus. Somit vermeidet die neue Methode eine unnötige Lichtbelastung der Probe. Die Clem-Elektronik arbeitet im µs-Bereich, sodass mit normaler Scan-Geschwindigkeit lange Time-Lapse-Imaging-Sequenzen von länger vital bleibenden Zellen gemacht werden können. Entwickelt wurde die Methode von Eric Manders und Mitarbeitern am Swammerdam-Institute for Life-Science der Universität Amsterdam.

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