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Auszeichnung Witec Paper Award 2016 für herausragende Wissenschaft

| Redakteur: Doris Popp

Der von der Witec GmbH alljährlich verliehene Witec Paper Award zeichnet herausragende wissenschaftliche Veröffentlichungen aus, sofern im Rahmen der experimentellen Arbeiten ein Witec-Gerät verwendet und die Arbeit im Jahr 2015 veröffentlicht wurde.

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James Weaver (Mitte) und Admir Masic (rechts) erhalten das Zertifikat zum Witec Paper Award 2016 in Gold aus den Händen von Witec-Mitarbeiter Tavis Etzel (links).
James Weaver (Mitte) und Admir Masic (rechts) erhalten das Zertifikat zum Witec Paper Award 2016 in Gold aus den Händen von Witec-Mitarbeiter Tavis Etzel (links).
(Bild: Witec)

Aus fast 100 Bewerbungen wählten die Juroren die besten drei Publikationen aus: sie dokumentieren, wie sich mithilfe korrelativer Mikroskopie die Informationen über die chemische wie strukturelle Zusammensetzung eines Materials zu einem umfassenden Bild zusammenfügen. Zu den Auswahlkriterien gehörten die Bedeutung der Arbeit für die Wissenschaft und die Originalität der verwendeten Techniken.

Mikroskopische Analyse der Zähne des roten Seeigels

Der Paper Award in Gold geht an Admir Masic vom Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung (Potsdam, Deutschland) und James Weaver von der Harvard Universität (Cambridge, USA) für die mikroskopische Analyse der Zähne des roten Seeigels. Dessen messerscharfe, extrem harte und lebenslang nachwachsende Beißwerkzeuge gelten seit Jahren als Modell für Biomineralisierung. Zur Analyse der molekularen und elementaren Zusammensetzung der Zähne setzten die Forscher konfokale Raman-Mikroskopie und energiedispersive Röntgenspektroskopie (EDX) ein. Die Rasterlelektronenmikroskopie (REM) verwendeten sie zur hochauflösenden Strukturdarstellung. Chemische und strukturelle Daten bzw. Bilder ließen sich perfekt korrelieren: der härteste Teil der T-förmigen, aus Calciumcarbonat (Calcit) bestehenden Zähne enthält den höchsten Anteil Magnesium, während sich in ihrem Innersten am wenigsten Magnesium und vor allem organisches Material befindet. Sie schließen ihren Bericht mit dem Fazit: „Der korrelative Raman-SEM/EDX-Ansatz zeigt bemerkenswertes Potenzial für die Charakterisierung komplexen, biologischen Materials. Er erlaubt die Erfassung komplementärer Informationen über strukturelle Komplexität, elementare Zusammensetzung und chemische Verbindungen. Ein „alles-in-einem“ Raman-SEM-Gerät könnte daher diese Vorgehensweise zur Methode der Wahl für die Hochdurchsatz-‚Synchrotron-freie‘ Charakterisierung biologischen Materials machen“. Ein solches integriertes Mikroskop für Raman Imaging und Scanning Electron (RISE) Mikroskopie hat Witec bereits im Herbst 2014 auf den Markt gebracht.

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