Suchen

Sicherheitswerkbank

Worauf Sie bei einer Sicherheitswerkbank achten sollten

| Redakteur: Marc Platthaus

Der Umgang mit infektiösem Material kann lebensbedrohende Gefahr für den Mitarbeiter bedeuten. Um solche Gefahren zu minimieren, ist die Arbeit mit und in einer Sicherheitswerkbank häufig die richtige Lösung. Worauf sollte der Anwender bei einer solchen Sicherheitswerkbank achten?

Firmen zum Thema

Abb. 1: Sicherheitswerkbänke wie die Envair Eco Safe Comfort Plus schützen die Mitarbeiter beim Umgang mit mikrobiologisch aktiven Substanzen.
Abb. 1: Sicherheitswerkbänke wie die Envair Eco Safe Comfort Plus schützen die Mitarbeiter beim Umgang mit mikrobiologisch aktiven Substanzen.
(Bild: Envair)

Die Bilder waren in den vergangenen Monaten unsere täglichen Begleiter in den diversen Nachrichtensendungen: Labormitarbeiter gehen in kompletter Schutzausrüstung ihrer Tätigkeit nach. Die Ebola-Krise in Afrika brachte die Gefährlichkeit dieser Arbeit wieder einmal eindrücklich in das Bewusstsein.

Sicherheitswerkbänke kommen immer dann zum Einsatz, wenn in Laboratorien beim Umgang mit Bio- oder Gefahrstoffen Personenschutz gefordert ist. Daneben können sie selbstverständlich auch wertvolle Produkte vor der Kontamination durch den Menschen oder die Umgebung schützen.

Sicherheitswerkbänke gemäß DIN EN 12469

Sicherheitswerkbänke werden in unterschiedliche Sicherheitsstufen eingeteilt:

  • Klasse I – Schutz des Arbeitsgegenstands (Reinraumwerkbank)
  • Klasse II – Schutz der Arbeitenden und des Arbeitsgegenstands
  • Klasse III – erhöhter Schutz der Arbeitenden, Schutz des Arbeitsgegenstands, Schutz der Umwelt.

Um zu verhindern, dass luftgetragene Organismen, Sporen oder Aerosole austreten, wird Luft aus dem Innenraum der Sicherheitswerkbank durch einen Schwebstofffilter abgesaugt. Ein Teil der abgesaugten Luft wird entlang der (zum Arbeiten offenen) Front wieder in den Arbeitsraum eingeblasen. In Sicherheitswerkbänken der Klasse I wird dabei Raumluft in den Arbeitsbereich gesaugt.

In Sicherheitswerkbänken der Klasse II wird ein Teil der gefilterten Abluft in laminarer Strömung als „Luftvorhang“ entlang der teilweise geöffneten Frontscheibe nach unten geblasen und zusammen mit der angesaugten Raumluft wieder dem Filter zugeführt, sodass die angesaugte Frischluft gereinigt wird, bevor sie mit dem Arbeitsmaterial in Berührung kommt. Sensoren lösen einen Alarmton aus, wenn die laminare Strömung so erheblich gestört wird, dass Innen- und Außenluft durch Wirbel vermischt werden.

Sicherheitswerkbänke der Klasse III sind vollständig geschlossen. Sie verfügen über fest eingebaute Handschuhe und Schleusen, durch die Werkzeuge und Arbeitsmaterial eingebracht werden. Sowohl Zuluft als auch Abluft werden durch Schwebstofffilter geführt, wobei im Innern ein Unterdruck aufrechterhalten wird, sodass an Undichtigkeiten keine Innenluft austritt.

Die Envair Eco Safe Comfort Plus ist eine mikrobiologische Sicherheitswerkbank der Klasse II, und gehört der neuesten Generation von vertikalen Laminar-Flow-Systemen an. Die Werkbänke entsprechen den Anforderungen der EN-12469: 2000, mit einem Anteil von 70 % rezirkuliernder Luft über den Haupt-Hepa-Filter der Klasse H14 und einem Anteil von 30 %, die über einen Hepa-Abluftfilter der Klasse H14 fortgeführt wird. Sie besitzen eine automatische Steuerung und ein mikroprozessorgestütztes Aufzeichnungssystem. Werkbänke dieser Serie sind für das Handling von Mikroorganismen und Pathogenen geeignet, wie in entsprechenden europäischen und anderen internationalen Standards definiert. Des Weiteren erfüllen sie alle gültigen Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinien zum Schutz der an diesen Geräten arbeitenden Personen. Die Werkbänke sind mit einem Doppel-Zentrifugalgebläse ausgestattet, um den kompletten Schutz für Bediener, Produkt und Umwelt zu gewährleisten.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 43259079)