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Zellkultivierung Zellkultur-Inserts mit Kollagenmembran

| Redakteur: Dr. Ilka Ottleben

Für die Kultivierung von Zellen und Geweben hat Viscofan Bioengineering nach eigenen Angaben als erste Firma Zellkultur-Inserts auf den Markt gebracht, die ausschließlich mit einer Kollagenmembran bestückt sind.

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Die neuen Zellkultur-Inserts von Viscofan Bioengineering sind ausschließlich mit einer Kollagenmembran bestückt.
Die neuen Zellkultur-Inserts von Viscofan Bioengineering sind ausschließlich mit einer Kollagenmembran bestückt.
( Bild: Viscofan Bioengineering )

Im Gegensatz zu herkömmlichen Membranen aus PTFE entfällt damit die nachträgliche Beschichtung mit Kollagen. Die selbsttragenden Membranen bestehen, wie auch die bereits erhältlichen Collagen Cell Carrier (CCC), aus weitgehend intakten, nicht quervernetzten Kollagenfasern, die im industriellen Maßstab zu ultradünnen, aber äußerst stabilen und elastischen Filmen verarbeitet werden. In den neuen Collagen-Inserts ist die Kollagenmembran selbsttragend in einen ringförmigen Träger eingespannt. Im Anschluss an die Zellkultivierung lässt sie sich für nachgeschaltete Forschungsanwendungen, zum Beispiel im Bereich der regenerativen Medizin, einfach entnehmen. Implantationsstudien mit verschiedenen Tierspezies und Geweben belegen die exzellente Biokompatibilität der Kollagenmatrizes in vivo, heißt es vom Unternehmen. Die neuen Collagen-Inserts eignen sich für die Kultivierung von adhärenten primären Zellen, wie z.B. Kardiomyocyten, Neuronen und Fibroblasten, Zelllinien und Stammzellen, sowie für den Aufbau von Gewebestrukturen. Für histologische Schnitte kann die zellbesiedelte Membran direkt eingebettet werden, Färbungen sind ebenfalls möglich. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Kollagenmembran permeabel für Nährstoffe ist. Das erlaubt auch spezielle Anwendungen, wie zum Beispiel die Anzucht von Zellen für den Aufbau von Hautmodellen oder die Durchführung von transmembranen Transportstudien. Damit ergeben sich neue Möglichkeiten für Barriereexperimente und Co-Kultivierungen. Besonders interessant ist das neue Insert für die Kryokonservierung sowie für Implantationsstudien.

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