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Chemcar-Pokal 2021 Aachener Studenten gewinnen Chemcar-Wettbewerb mit Wasserstoffperoxid-Antrieb

Redakteur: Alexander Stark

Den ersten Platz beim diesjährigen Chemcar-Wettbewerb des VDI sicherte sich das Team „Spring O2’clock“ der RWTH Aachen. Die Herausforderung des Wettbewerbs war, ein Chemcar mit (bio-)chemischem Antrieb zu entwerfen und am Wettbewerbstag die ausgeloste Strecke von 11,5 Metern mit einem Zusatzgewicht von 10 % möglichst punktgenau zu erreichen.

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Der Chemcar-Pokal 2021 geht an die RWTH Aachen.
Der Chemcar-Pokal 2021 geht an die RWTH Aachen.
(Bild: Lukas Hirschwald/ RWTH Aachen)

Frankfurt am Main – Das Studententeam der RWTH Aachen mit dem Spitznamen „Wheely“ hat den diesjährigen Chemcar-Wettbewerb des VDI gewonnen, gefolgt von Team „Spectronics“ der Universität Surabaya, Indonesien, und Phantastic Car aus Dortmund auf den Plätzen zwei und drei. Zum 16. Mal hatten die Veranstalter – die kreativen jungen Verfahrensingenieuren (KJVIs) der VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (GVC) – Studierende aufgerufen, kleine Fahrzeuge zu bauen, die für Antrieb und Steuerung ausschließlich (bio-)chemische Reaktionen nutzen.

Das Team der RWTH Aachen überzeugte die Jury mit einem innovativen Antriebskonzept und einem verblüffenden Stoppmechanismus. So wird die Reaktion von Wasserstoffperoxid und Kaliumjodid für den Antrieb genutzt, die Stoppreaktion wird durch einen Kristallisationsprozess ausgelöst, der das 30 kg schwere Chemcar anhebt, sodass die Hinterräder in die Luft ragen, was ihm den Spitzname „Wheely“ verleiht. Darüber hinaus beeindruckte das Team die Sicherheitsexperten der Firma Inburex mit seinem Sicherheitskonzept, das erneut besonders hoch bewertet wurde, weil die sichere Durchführung des Wettbewerbs diesmal in der Verantwortung der Sicherheitsbeauftragten der teilnehmenden Universitäten lag. Normalerweise sind zwei Feuerwehrleute, zwei Sanitäter und zwei Explosionsexperten beim Wettbewerb vor Ort.

Auch die teilnehmenden Teams Universitas Negeri Semarang Indonesia, Amirkabir Iran, Uni Ulm und Bandung Indonesia überzeugten mit Rennleistung und Konzepten: Noch nie wurden so viele Sonderpunkte für Präzision und Wiederholbarkeit vergeben. Möglicherweise lag dies am Heimvorteil, den jedes Team für sich nutzen konnte, denn coronabedingt fand der Wettbewerb erneut digital und dezentral statt.

Der Wettbewerb fand online im Rahmen des 13th European Congress of Chemical Engineering and 6th European Congress of Applied Biotechnology (ECCE/ECAB) statt.

Der nächste VDI-Chemcar-Wettbewerb wird im Rahmen des Process-Net-Jahrestreffens 2022 in Aachen stattfinden.

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