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Laborabzüge Abzüge für Sonderanwendungen unterliegen neuer Norm

Autor / Redakteur: Jürgen Liebsch* / Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Im Juni erschien die neue Norm DIN EN 14175-7. Diese europäische Norm löst die bisherige DIN 12924-2 ab und behandelt Abzüge für Sonderanwendungen, die eine hohe thermische Belastung und/oder Säurebelastung einschließen. Was ist neu?

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Abb.1: Die Lufströme in einem Abzug werden durch thermische Lasten beeinflusst (links: Abzug ohne Heizlast, rechts: Abzug mit Heizlast).
Abb.1: Die Lufströme in einem Abzug werden durch thermische Lasten beeinflusst (links: Abzug ohne Heizlast, rechts: Abzug mit Heizlast).
(Bild: Waldner)

Sonderanwendungen bei Abzügen, wie z.B. Arbeiten mit starken Heizquellen oder hohen Säurekonzentrationen, stellen zusätzliche Anforderungen an Konstruktion, Werkstoffe, Strömungstechnik, Bedienelemente und Wartungseigenschaften solcher Sonderabzüge. Ihre Verwendung anstatt Allgebrauchsabzügen ist üblicherweise das Ergebnis einer Gefährdungsbeurteilung. Die DIN EN 14175-7 gilt für folgende Sonderabzüge:

  • Abzüge für hohe thermische Lasten,
  • Abzüge für hohe thermische Lasten in Verbindung mit Säureaufschlüssen,
  • Perchlorsäureabzüge und
  • Flusssäureabzüge.

Für alle vier in der Norm behandelten Abzugsarten gelten die grundlegenden Sicherheits- und Leistungsziele nach EN 14175-2 mit Ergänzungen, wie zum Beispiel, dass bei Arbeiten mit hohen thermischen Lasten und/oder Säurebelastung trotzdem die grundlegenden Sicherheits- und Leistungsziele des Abzugs sichergestellt werden müssen.

Die für die Sonderabzüge verwendeten Werkstoffe müssen im Hinblick auf chemische Beständigkeit und thermische Belastbarkeit bei erhöhten Arbeitstemperaturen geeignet sein. Insbesondere bei Säureaufschlüssen entwickelte Dämpfe sind sehr viskos und binden an Oberflächen, mit denen sie in Kontakt kommen. Der Abzugsinnenraum soll daher glatte, leicht reinigbare Oberflächen haben. Bei Perchlorsäureabzügen ist es besonders wichtig, dass sich im Abzugsinnenraum keine Ablagerungen bilden und keine gefährlichen Reaktionen mit den für den Sonderabzug verwendeten Werkstoffen entstehen können.

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