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Neue Ausbildungsordnungen Ausbildung zu Laborberufen wurde modernisiert

| Redakteur: Manja Wühr

Der voranschreitenden Digitalisierung in der Chemie- und Pharmaindustrie muss auch die Ausbildung von Laborberufen Rechnung tragen. Aus diesem Grund wurde die „Verordnung über die Berufsausbildung im Laborbereich Chemie, Biologie und Lack“ entsprechend überarbeitet.

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Laborberufe im digitalen Zeitalter: Drei neue Ausbildungsordnungen treten zum 1. August 2020 in Kraft.
Laborberufe im digitalen Zeitalter: Drei neue Ausbildungsordnungen treten zum 1. August 2020 in Kraft.
(Bild: ©auremar - stock.adobe.com)

Bonn – Die jetzt modernisierten Ausbildungsordnungen umfassen die drei Laborberufe Biologielaborant*in, Chemielaborant*in und Lacklaborant*in und treten am 1. August 2020 in Kraft. Wesentlichste Neuerung sind zwei speziell auf die Ausprägung digitaler Kompetenzen ausgerichtete Wahlqualifikationen: „Digitalisierung in Forschung, Entwicklung, Analytik und Produktion“ sowie „Arbeiten mit vernetzten und automatisierten Systemen“. Dabei bündelt die neue Wahlqualifikation „Digitalisierung in Forschung, Entwicklung, Analytik und Produktion“ beispielsweise alle Kompetenzen, die für die Arbeit in einer digitalen Laborumgebung notwendig sind. Dies reicht vom Arbeiten in virtuellen Teams oder dem Durchführen von Simulationen über das Erfassen, Prüfen und Auswerten von Daten bis hin zum Einhalten rechtlicher und betrieblicher Vorgaben zum Schutz und zur Sicherheit digitaler Daten. Bei der neuen Wahlqualifikation „Arbeiten mit vernetzten und automatisierten Systemen“ geht es um das Einrichten, Prüfen und Optimieren von Labormanagement- und Laborinformationssystemen sowie die Arbeit mit diesen digitalen Technologien. Dies beinhaltet auch das Erkennen von Störungen und das Einleiten von Maßnahmen zu deren Beseitigung.

Bundesweit wurden in den drei Ausbildungsberufen im Jahr 2019 insgesamt 2277 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen, wobei der weitaus größte Teil (rund 73 Prozent) auf den Bereich der Chemielaborant*innen entfällt. Im Anschluss an die Ausbildung besteht die Möglichkeit, Aufstiegsfortbildungen zu absolvieren, z.B. Industriemeister*in Chemie.

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