MARKTUEBERSICHT GASCHROMATOGRAPHEN Ausgereift und vielseitig einsetzbar
Von der Erdölanalytik über den Umweltschutz bis hin zur Lebensmittelanalytik – überall findet die Gaschromatographie Anwendung. Sie gehört zu den etabliertesten im Labor eingesetzten Methoden.
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Von der Erdölanalytik über den Umweltschutz bis hin zur Lebensmittelanalytik – überall findet die Gaschromatographie Anwendung. Sie gehört zu den etabliertesten im Labor eingesetzten Methoden. Derzeit wichtige Forderungen der Anwender an die Hersteller sind Kopplungen mit Massenspektrometern, hoher Probendurchsatz und eine geringe Probenvorbereitung.
Eine häufige Aufgabe in analytischen oder präparativen Labors ist die Trennung eines Stoffgemisches zur analytischen Bestimmung oder zur präparativen Aufarbeitung der Stoffe. Hierbei werden viele Verfahren angewendet, beispielsweise die HPLC, die DC oder auch die Gaschromatographie. Die GC ist eine der am häufigsten eingesetzten chromatographischen Trennungsmethoden. Sie wird bei der Trennung von Probengemischen eingesetzt, deren Komponenten unzersetzt verflüchtigt werden können. Die gasförmige Probe wird dann mit Hilfe eines Trägergases (häufig He, N2 oder H2) auf die thermostatisierte Säule aufgebracht, in der dann die chromatographische Trennung stattfindet.
Technische Ausstattung der Geräte ist häufig vergleichbar
„Die Gaschromatographie ist technisch sehr ausgereift und die Geräte der einzelnen Hersteller bieten ähnliche technische Details,“ weiß auch Jürgen Vogt, Verkäufer im Bereich Gaschromatographie bei Agilent Deutschland. Es sind laut Vogt andere Kriterien, die jetzt zählen. So gehe es den Anwendern vor allem um umfassenden Service und eine gute Betreuung durch die Produktmanager.
Auch Gerd Seemann, im Verkauf Chromatographie bei PerkinElmer Life & Analytical Sciences tätig, sieht den „After-Sales-Support“ als wichtiges Verkaufsargument. Für ihn ist der kompetente Mitarbeiter im Service ein extrem wichtiges Kriterium. „Einem Spanier, der nur gebrochenes Englisch spricht, ein Problem mit einem defekten Gaschromatographen näher zu bringen, ist schwierig,“ bringt Seemann als Beispiel. Neben dem Support sieht er noch eine andere Forderung auf die Hersteller von GCs zukommen.
„Der Anwender fordert immer einfacher zu bedienende Geräte - die Ein-Knopf-Bedienung ist mittlerweile eine ernstzunehmender Kundenwunsch.“ Dabei, so seine Vermutung, bleibe aber sicherlich die Vielseitigkeit der Gaschromatographie ein Stück weit auf der Strecke. Ein Grund für den Wunsch nach immer einfacher zu bedienenden Geräten, liege sicherlich in der geringer gewordenen „Ausbildungstiefe“ der Anwender. Anton Meyer, Vertriebsleiter Chromatographie Deutschland bei der Thermo Electron Corporation, bezeichnet neben dem Service auch das Schulungsangebot der Anwender auf Hard- und Software als gutes Verkaufsargument.
GC-MS-Kopplung ist ein wichtiges Verkaufskriterium
Für Dr. Rembert Forche, einem der Vertreter für Dani GCs in Deutschland, ist der Markt für GC-Hersteller sehr eng geworden, denn viele Routineanalysen führt man mittlerweile mit der HPLC durch. Allerdings gibt es seiner Meinung nach gerade für die kleinen Hersteller durchaus einen Markt in den Nischenbereichen, wie der Umweltanalytik. Eine wichtige Forderung an die Hersteller sei zudem die Möglichkeit der Kopplung von Gaschromatographie und Massenspektrometrie. Durch die Kopplung sei die „Aufklärungstiefe“ der Proben um ein Vielfaches erhöht, so Jürgen Vogt von Agilent. Für Thermo-Electron-Vertriebsleiter Meyer ist diese Kopplung ebenfalls eine wichtige Technik, denn erst hiermit lassen sich eindeutige Aussagen über bestimmte Proben treffen. „Bei der Verwendung anderer Detektoren benötigt der Anwender häufig eine große Portion Erfahrung für die Interpretation der Spektren“, so sein Argument.
Probenvorbereitung ist der „Flaschenhals“ der Analyse
Wie bei vielen anderen analytischen Techniken spielt auch die Probenvorbereitung in der Gaschromatographie eine große Rolle. Eine aufwändige Bearbeitung der Proben vor der Messung kostet Zeit und verringert den Durchsatz der Geräte. Daher werden Techniken wie Headspace oder Thermodesorption nach Ansicht von Gerd Seemann von PerkinElmer immer wichtiger, denn durch sie lassen sich Proben ohne großen Aufwand analysieren. „Die Probe wird in ein Headspace-Vial gefüllt, zugebördelt und kann in den Autosampler gestellt werden“, sagt Seemann. Der Autosampler ist also ein wichtiges Kriterium für einen hohen Probendurchsatz. Er gibt Unternehmen die Möglichkeit, auch außerhalb der normalen Arbeitszeiten GCs betreiben zu können. In vielen Firmen laufen die GCs für die Routineanalytik rund um die Uhr.
Jeder Hersteller bietet daher die Möglichkeit, sein GC mit einem eigenen oder dem Autosampler eines Spezialanbieters auszustatten. Thermo Electron wird laut Vertriebschef Meyer auf der diesjährigen Pittcon einen neuen Autosampler vorstellen, der es ermöglicht, simultan zwei Proben in zwei Injektoren einzuspritzen. Auf den folgenden Seiten finden Sie eine Marktübersicht der Hersteller von Gaschromatographen. Die Firmen hatten die Möglichkeit, ihr gesamtes Produktportfolio vorzustellen. Diese Übersicht ist aus Selbstauskünften der teilnehmenden Firmen erstellt worden und erhebt daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
ÜBERSICHT GC-DETEKTOREN
- CCD - Katalytischer Verbrennungsdetektor- DELCD - Elektrolytischer Leitfähigkeitsdetektor- ECD - Elektroneneinfangdetektor- FID - Flammenionisationsdetektor- FPD - Flammenphotometrischer Detektor- HID - Heliumionisationsdetektor- MSD – Massenselektiver Detektor- NPD - Stickstoff-Phosphordetektor- PID - Photoionisationsdetektor- RGD - Reduktionsgasdetektor (H2)- TCD - Wärmeleitfähigkeitsdetektor- TID - Thermischer-Ionisationsdetektor
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