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Jugend forscht auf der Erfindermesse in Nürnberg Ausgezeichnete Nachwuchstalente zeigen ihre MINT-Projekte

Redakteur: Christian Lüttmann

Gewinner sind sie schon. Jetzt suchen einige Preisträgerinnen und Preisträger des diesjährigen Jugend-forscht-Wettbewerbs neue Herausforderungen. Sie präsentieren ihre Projekte auf der Erfindermesse iENA in Nürnberg. Was Besucher dort am Stand der jungen Talente erwartet, verraten wir hier.

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Mariella Benkenstein (l.) und Marit Kock mit ihrer Redox-Flow-Batterie
Mariella Benkenstein (l.) und Marit Kock mit ihrer Redox-Flow-Batterie
(Bild: © Jugend forscht / Max Lautenschlaeger)

Nürnberg – Fünf aktuelle Preisträgerinnen und Preisträger von Jugend forscht präsentieren noch bis zum 7. November ihre Projekte auf der iENA 2021, der internationalen Fachmesse „Ideen – Erfindungen – Neuheiten“ in Nürnberg. Sie alle haben erfolgreich an der 56. Runde von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb teilgenommen.

Interessierte können sich diesen Sonntag am Ausstellungsstand C33 der Stiftung Jugend forscht in Halle 10 auf dem Messegelände von dem Einfallsreichtum und der Kreativität der jungen MINT-Talente überzeugen.

„Die Präsentation von Forschungsprojekten und Erfindungen auf der iENA ist für die jungen MINT-Talente eine hervorragende Gelegenheit, Feedback von Fachleuten und der breiten Öffentlichkeit zu erhalten, sich von aktuellen Innovationen inspirieren zu lassen und wertvolle Kontakte zu potenziellen Unterstützern oder Arbeitgebern zu knüpfen“, sagt Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht. „Wir freuen uns sehr, dass unsere Preisträgerinnen und Preisträger dieses Jahr in Präsenz an der bekannten Erfindermesse teilnehmen können.“

Die Sprudelwasser-Batterie

Ihr umweltfreundliches Energiespeicherkonzept auf Basis der Redox-Flow-Technologie zeigen Mariella Benkenstein (17) und Marit Kock (17) aus dem schleswig-holsteinischen Güby (Bild: oben). Redox-Flow-Batterien bestehen aus zwei Tanks mit flüssigen Elektrolyten, die durch eine semipermeable Membran getrennt sind. Die beiden Jungforscherinnen suchten nach einer kostengünstigen Alternative zu den heute zumeist verwendeten Vanadiumlösungen und bauten eine Redox-Flow-Batterie, die auf gelöstem Kohlendioxid in Wasser basiert. Ihr innovativer Ansatz könnte den Weg zu einer neuartigen „grünen“ Batterie weisen.

Ein Igel zum Feuerlöschen

Jan Heinemann mit dem Lösch-Igel
Jan Heinemann mit dem Lösch-Igel
(Bild: © Jugend forscht / Max Lautenschlaeger)

Jan Heinemann (18) aus Andernach stellt seinen patentierten „Lösch-Igel“ vor. Um die Sicherheit von Feuerwehrleuten im Einsatz zu erhöhen, entwickelte der Bundessieger im Fachgebiet Arbeitswelt einen speziellen zylinderförmigen, spitz zulaufenden Schlauchaufsatz mit Düsen. Dieser wird auf Steckleitern der Feuerwehr befestigt und kann so aus größerer Entfernung in einen Gefahrenbereich geschoben werden. Die stachelähnlichen Düsen des Geräts erzielen zudem eine größere Löschwirkung als ein konventioneller Vollstrahl, da sie das Löschwasser großflächig zerstäuben und so auch giftige Gase und Aerosole niederschlagen.

„Kern-Brennstoff“ statt Grillkohle

Pauline Fesser (l.) und Helena Dillmann mit ihrem „Kern-Brennstoff“
Pauline Fesser (l.) und Helena Dillmann mit ihrem „Kern-Brennstoff“
(Bild: © Jugend forscht / Max Lautenschlaeger)

Pauline Fesser (17) und Helena Dillmann (17) aus Mainz präsentieren einen umwelt- und klimafreundlicheren Ersatz für herkömmliche Grillkohle, die häufig aus Tropenholz besteht. Mit einem Kalorimeter bestimmten die Jungforscherinnen die Reaktionswärme verschiedener Abfallstoffe und fanden heraus, dass besonders Pflaumenkerne lange ausreichend Hitze erzeugen. Die beiden mischten die Kerne mit Laub und pressten sie mithilfe von Mehl oder Speisestärke zu handlichen Briketts. Ihr „Kern-Brennstoff“ ist eine leicht entzündbare Alternative zur üblichen Grillkohle und produziert deutlich weniger klimaschädliches Kohlendioxid.

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