Blinkende Mikroskopie (Wissenschaftsbild des Tages)
Wie lassen sich einzelne Moleküle in Zellen möglichst präzise abbilden? Eine wichtige Rolle spielen dabei Nanokörper: winzige Fragmente von Antikörpern, die spezifisch an Moleküle binden. Um diese sichtbar zu machen, werden sie mit bestimmten Farbstoffen markiert. Bisherige Farbstoffe funktionieren jedoch oft unzuverlässig. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität und der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) hat einen Weg gefunden, dieses Problem zu umgehen: Die Forschenden nutzten „selbstblinkende“ Farbstoffe, die eigenständig zwischen einem hellen und einem dunklen Zustand wechseln können.
Das Team zeigte, dass der Ansatz bei verschiedenen Verfahren der Superauflösungsmikroskopie einsetzbar ist – darunter bei einigen der präzisesten derzeit verfügbaren Methoden in der Fluoreszenzmikroskopie.
Im Bild: Selbstblinkender Farbstoff, der in verschiedenen zellulären Strukturen und Bildgebungsverfahren eingesetzt wird. Obere Reihe (v.l.): Superauflösungsbilder von Vimentin – einem Protein des Zellskeletts –, Mikrotubuli und Mitochondrien mithilfe von selbstblinkenden Farbstoffen. Untere Reihe (v.l.): Mit Weitfeld-SMLM, Fluoreszenzlebensdauer-SMLM und MINFLUX abgebildete Mikrotubuli, die zeigen, dass dieselbe selbstblinkende Markierungsmethode mit verschiedenen Verfahren der Superauflösungsmikroskopie kompatibel ist.
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Wissenschaftsbild des Tages vom 29.10.2026 (Bild: Adaptiert von Originalveröffentlichung in Nano Letters (2026); DOI: 10.1021/acs.nanolett.6c02799)

