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Brennstoffzelle Brennstoffzelle ohne Platin

| Redakteur: Tobias Hüser

Französische Forscher haben einen Katalysator für die Oxidation von Wasserstoff in Brennstoffzellen entwickelt, der nicht aus Platin besteht. Die Behörde für Atomenergie und alternative Energien in Grenoble will dadurch die Kosten der wasserstoffbasierten Brennstoffzellen senken.

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Sechs unterschiedliche Typen von Brennstoffzellen gibt es – hier eine Polymermembran-Brennstoffzelle, bei der die Elektrolyten aus Kunststofffolien bestehen, die nur Protonen durchlassen. (Bild: Planet-Wissen)
Sechs unterschiedliche Typen von Brennstoffzellen gibt es – hier eine Polymermembran-Brennstoffzelle, bei der die Elektrolyten aus Kunststofffolien bestehen, die nur Protonen durchlassen. (Bild: Planet-Wissen)

Grenoble – Forscher der CEA in Grenoble (Behörde für Atomenergie und alternative Energien) haben jetzt einen Katalysator aus Nickel entwickelt, der ohne Platin auskommt. Wasserstoff-Sauerstoff-Brennstoffzellen arbeiten häufig mit Elektroden, die mit Platin überzogen sind. Das Edelmetall gilt zwar als der effizienteste Katalysator für elektrochemische Reaktionen in der Brennstoffzelle, ist zugleich aber teuer und lässt die Kosten für Brennstoffzellen steigen.

Laut den Forschern zeigen die Kohlenstoff-Nanoröhrchen, die mit dem Nickel-Katalysator überzogen sind, ein ähnliches Oxidationsverhalten wie Platin-Elektroden. Die nickelbasierte Molekularstruktur soll in basischen Milieu gegenüber Wasserstoff sogar selektiver als Platin wirken. Der Katalysator kann sowohl für die Anode als auch für die Kathode verwendet werden.

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