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Diabetes und Adipositas Datenbank als Basis für Diabetes- und Adipositas-Forschung

Redakteur: Olaf Spörkel

In den kommenden Jahren fördert das BMBF mit hohem finanziellen Aufwand wissenschaftliche Aktivitäten im Kampf gegen Diabetes und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen.

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Ulm – „Die Zahlen sind alarmierend“, sagt Prof. Reinhard Holl, Leiter der Arbeitsgruppe Computergestütztes Qualitätsmanagement in der Medizin im Institut für Epidemiologie der Universität Ulm. Er leitet den Verbund Zukunft pädiatrische Diabetologie und ein Teilprojekt im Kompetenznetzwerk Diabetes, ferner ein Teilprojekt im Adipositas-Netzwerk. Schwerpunkt ist die Entwicklung einer Software zum Aufbau einer großen multizentrischen Datenbank, unter anderem zur Dokumentation von Patientencharakteristika sowie der Prozess- und Ergebnisqualität für externe Qualitätsvergleiche und für die Forschung.

Umfangreiche Maßnahmen im Rahmen der Diabetes- und Adipositas-Forschung

Allein am Aufbau des Diabetes-Registers beteiligen sich laut Holl 280 Behandlungszentren in Deutschland und Österreich mit rund 150 000 Patienten, darunter 40 000 Kinder und Jugendliche. Das Adipositas-Netzwerk, in dessen Rahmen auch das Ulmer Universitätsklinikum ein Teilprojekt betreut, basiert auf rund 43 000 kranken Kindern und Jugendlichen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Die Datensammlung ist auch für die Forschung wichtig. „Nach wie vor verbinden sich sowohl mit Diabetes als auch Adipositas viele unbeantwortete Fragestellungen“, erklärt Professor Holl. Wohl seien beim Typ-2-Diabetes die Ursachen klar, Maßnahmen zur Vorbeugung indes weitgehend gescheitert. Unbestritten spiele der soziale Bezug eine große Rolle. Gleiches gelte für die Adipositas, bei rund zwei Millionen übergewichtiger Kinder und Jugendlicher in Deutschland mit steigender Tendenz ein nicht minder aktuelles Problem vielfältiger Natur.

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