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GVO-Datenbank Datenbank über gentechnisch veränderte Pflanzen

| Redakteur: Doris Popp

Das IFP-Institut für Produktqualität hat in Kooperation mit dem Informationsportal Transgen eine erweiterte Version der seit 2005 auf www.transgen.de abrufbaren Datenbank für gentechnisch veränderte Organismen (GVO) veröffentlicht.

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Das IFP-Institut für Produktqualität hat in Kooperation mit Transgen eine erweiterte Version der Datenbank für gentechnisch veränderte Organismen (GVO) veröffentlicht.
Das IFP-Institut für Produktqualität hat in Kooperation mit Transgen eine erweiterte Version der Datenbank für gentechnisch veränderte Organismen (GVO) veröffentlicht.
(Logo: IFP)

Berlin, Aachen – Die neue Datenbank „GVO in Lebens- und Futtermitteln“ enthält eine Suchfunktion nach zwölf verschiedenen Screening-Elementen, 61 neue Datensätze zu in Drittländern zugelassenen GVO inkl. Screening-Informationen sowie Zulassungsinformationen aus Drittländern für alle erfassten GVO.

Das IFP, als akkreditiertes Prüflabor täglich mit den GVO-Fragestellungen der Lebens- und Futtermittelindustrie konfrontiert, stellt damit erstmals ein Tool zur Verfügung, mit dem sich molekularbiologische Screening-Ergebnisse mit einer Online-Datenbank abgleichen lassen. Der Zugang erfolgt unter http://ifp.transgen.de.

Die Datenbank gilt als umfassende Informationsquelle zur Gentechnik und erfasst alle in der EU registrierten Zulassungen bzw. Zulassungsanträge für gentechnisch veränderte (gv) Pflanzen. Allein in der EU sind derzeit nahezu 50 verschiedene gv-Pflanzen für die Einfuhr, die Verwendung als Lebens- und Futtermittel oder zum Anbau zugelassen, etwa 60 weitere befinden sich im Zulassungsverfahren. Diese Datenbank wurde um 61 Datensätze zu in Drittländern zugelassenen GVO erweitert, für die keine EU-Zulassungsanträge, aber Informationen zu den eingeführten genetischen Elementen vorliegen. Weltweit existieren Zulassungen für insgesamt etwa 170 gv-Pflanzen (Events).

„Es ist nicht einfach, bei den GVO-Zulassungen in der EU den Überblick zu behalten. Unsere Datenbank hat da bisher schon eine Lücke geschlossen. Durch die Kooperation mit IFP können wir unser Angebot noch einmal deutlich ausweiten. Jetzt kann man auch schnell Informationen über die Zulassungssituation außerhalb der EU erhalten“, sagt Gerd Spelsberg, Projektleiter bei Transgen.

Um bei der Vielzahl an gv-Pflanzen in der Lebensmittelanalytik möglichst viele GVO gleichzeitig zu erfassen, hat sich in der Routine ein unspezifisches Screening etabliert, das zunächst eine Auswahl von besonders häufig in GVO vorkommenden genetischen Elementen abdeckt. Aus den Screening-Ergebnissen werden generelle Aussagen über die An- oder Abwesenheit von GVO sowie Hinweise auf geeignete Folgeanalysen abgeleitet. Tabellen, wie sie bisher bei der Auswertung von Screening-Ergebnissen verwendet werden, beinhalten in der Regel nur eine Handvoll Screening-Elemente und sind ab einer gewissen Datenmenge unübersichtlich und umständlich in der Handhabung.

Über die Suchfunktion „Nach Pflanzenart und Screening-Elementen“ der neuen ifp-Datenbank lassen sich mit wenigen Mausklicks beliebige Kombinationen von zwölf verschiedenen genetischen Elementen abfragen – eine enorme Erleichterung bei der Auswahl molekularbiologischer Analyseergebnisse. Die Suche kann durch Auswahl der gv-Pflanzenart weiter verfeinert werden.

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