Worldwide China

Zukunftsträchtige Entwicklungen der Chemie

Die 10 Chemie-Innovationen mit dem größten Nachhaltigkeitspotenzial

| Autor: Christian Lüttmann

Die IUPAC hat die 10 vielversprechendsten Innovationen der Chemie für eine nachhaltigere Welt zusammengestellt (Symbolbild).
Bildergalerie: 1 Bild
Die IUPAC hat die 10 vielversprechendsten Innovationen der Chemie für eine nachhaltigere Welt zusammengestellt (Symbolbild). (Bild: gemeinfrei, markmags / Pixabay)

Seit der Einführung des Periodensystems der Elemente (PSE) vor 150 Jahren hat sich nicht nur die Anzahl der bekannten Elemente erhöht, auch kamen immer neue Technologien hervor: Chemische Pestizide zum Schutz der Ernte, Batterien für die Energie unterwegs und Kunststoffe in jeder Form, Farbe und Funktion. Was damals Fortschritt war, wird heute kritischer betrachtet. Denn Nachhaltigkeit ist das Gebot der Stunde. Aber auch hier bietet die Chemie neue Lösungen. Die 10 vielversprechendsten Technologien für eine nachhaltigere Welt hat die Chemie-Vereinigung IUPAC ausgewählt.

Welche 10 Chemie-Technologien laut den IUPAC-Experten die Wegweiser für eine nachhaltigere Welt sind, zeigt die Bildergalerie am Ende dieses Beitrags.

150 Jahre ist es her, seit der russische Forscher Dimitri Mendelejew das Periodensystem der Elemente in einer Publikation vorstellte. Damals war es lediglich mit 63 der heute 118 bekannten Elemente gefüllt. Doch in weiser Voraussicht hatte Mendelejew diese 63 Einträge so positioniert, dass sich Lücken in dem damaligen PSE ergaben. In diese fügten sich später entdeckte Elemente problemlos ein. So sagte Mendelejew mit seinem PSE etwa die Elemente Gallium, Scandium und Germanium korrekt voraus.

Im Wesentlichen hat das Periodensystem bis heute in seiner damaligen Form – natürlich um zahlreiche Elemente erweitert – bestand, auch wenn durchaus andere Konzepte des PSE vorgeschlagen wurden. Es ist für viele zum Symbol der Naturwissenschaft Chemie geworden, sicher auch, weil es über alle Ländergrenzen hinweg einheitlich und in jeder Sprache gleich aufgebaut ist.

Von der Ordnung der Elemente zur Ordnung der Chemie

Damit die Ordnung im PSE erhalten bleibt – und um generell Standards in der Chemie zu schaffen – gründeten 1919 einige Chemiker aus Industrie und Forschung die International Union of Pure and Applied Chemistry (IUPAC).

Die IUPAC pflegt nicht nur etwaige Neueinträge ins PSE, wie die 2016 offiziell anerkannten Elemente Nummer 113, 115, 117 und 118 Nihonium (Nh), Moscovium (Mc), Tennessin (Ts) und Oganesson (Og). Sie gibt auch Empfehlungen zur Nomenklatur chemischer Verbindungen und der Formatierung von Publikationen sowie Standards für Atomgewichte und physikalische Konstanten.

Zu ihrem 100-jährigen Bestehen hat die IUPAC 2019 eine Liste mit den zehn Technologien aus der Chemie veröffentlicht, die das größte Potenzial für einen nachhaltigeren Planeten haben. Ausgewählte Experten wählten diese zehn vielversprechenden Technologien aus hunderten Vorschlägen der Wissenschaftscommunity aus. Dabei reichen die Einträge vom ersten „Eureka“-Moment im Labor bis hin zur etablierten industriellen Anwendung. In jedem Fall ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass diese Technologien Meilensteine des Fortschritts sind oder noch werden.

10 Chemie-Innovationen für eine nachhaltigere Welt

Originalpublikation:

Fernando Gomollón-Bel: Ten Chemical Innovations That Will Change Our World: IUPAC identifies emerging technologies in Chemistry with potential to make our planet more sustainable, Chemistry International, Band 41, Heft 2, Online erschienen: 01.04.2019; DOI: 10.1515/ci-2019-0203

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 46069239 / Wissenschaft & Forschung)