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Erfahrungsbericht zur Lab-Supply

Ein Messetag aus Sicht eines Ausstellers

| Autor/ Redakteur: Volker Rubarth* / Christian Lüttmann

Die Lab-Supply ist eine besondere Veranstaltung: Kompakt, unkompliziert und lokal. Welche Vorteile die Ein-Tages-Messe bietet und wie sie aus Sicht eines Ausstellers ankommt, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

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Die LAB-SUPPLY ist stets Treffpunkt für Anwender aus der Laborbranche. Hier eine Impression der LAB-SUPPLY 2018 in Dresden.
Die LAB-SUPPLY ist stets Treffpunkt für Anwender aus der Laborbranche. Hier eine Impression der LAB-SUPPLY 2018 in Dresden.
(Bild: LABORPRAXIS)

Volker Rubarth ist Geschäftsführer der Rumed Rubarth Apparate GmbH. Seine Firma vertreibt u.a. Laborgeräte wie Brutschränke, Sterilisatoren und Inkubatoren.

Als langjähriger Besucher der Lab-Supply berichtet er von seinen Erfahrungen als Aussteller:

Informationsbeschaffung außerhalb des Internets – „mit allen Sinnen“

Für meine in Laatzen bei Hannover ansässige Firma sind die persönlichen Kontakte und die Dialoge mit den Labormitarbeitern eine der wichtigsten Aufgaben. Die Wünsche nach Vorortterminen, verbunden mit Gerätevorführungen, zeigen uns, dass unsere Kunden Informationen umfassend – quasi „mit allen Sinnen“ – erfahren möchten. Für Fachleute in der Forschung, Entwicklung und Produktion ist die Informationsbeschaffung via Internet meist der erste Schritt, aber die Entscheidung zum Kauf fällt bei Laborgeräten immer noch klassisch durch den Dialog mit dem Gerätehersteller oder Dienstleistungsanbieter.

Problematisch ist: Viele Laborangestellte dürfen keine Messen mehr besuchen – aus Zeit- und Kostengründen oder weil der Vorgesetzte der Meinung ist, dass Informationen viel schneller via Internet transportiert werden und dadurch die Messen ihre Berechtigung verloren haben. Die Lab-Supply bietet da eine praktische Alternative, ist sie doch als Ein-Tages-Messe in der Regel sehr nah am Anwender und damit schnell erreichbar und ohne großen Zeit- und Kostenaufwand zu besuchen.

Schon die Anreise für erste Kundentermine nutzen

Das Konzept der Labormesse Lab-Supply (s. Abb. links) hat mich von der ersten Stunde an überzeugt, auch vom Kosten- und Zeitaufwand her. In den frühen Morgenstunden des Vortages einer Lab-Supply fahre ich mit meinem PKW, beladen mit Vorführgeräten und Roll-Up Bannern, in Richtung des Veranstaltungsortes. Auf dem Weg dorthin schaffe ich es, noch zwei bis vier Kundentermine wahrzunehmen.

Die LAB-SUPPLY bietet einige Vorteile.
Die LAB-SUPPLY bietet einige Vorteile.
(Bild: LABORPRAXIS)

Am Nachmittag baue ich dann meinen Stand auf. Anschließend geht es zum Ausstellerabend des Veranstalters. Dieses „Get Together“ ist ein Branchentreff und damit eine erstklassige Gelegenheit, um Informationen und Gedanken auszutauschen. Da diese Vorabendveranstaltungen in der Regel in einem Hotel in der Nähe des Veranstaltungsortes stattfinden, in dem ich auch übernachte, komme ich am nächsten Morgen gut ausgeruht zur Lab-Supply. Da die Lab-Supply morgens um 9:30 Uhr beginnt, habe ich aus Zeitgründen auch schon einmal morgens ab 7:30 Uhr meinen Stand aufgebaut.

Besucher verschaffen sich Überblick über Marktsituation

Die Anzahl der Besucher zeigt, dass das Konzept der Lab-Supply auch von den Labormitarbeitern gut angenommen wird. Sie nutzen die Möglichkeit, Geräte und Dienstleistungsangebote verschiedener Anbieter zu vergleichen, um sich ein Bild von der Marktsituation zu machen, oder sie möchten sich im Vorfeld ihrer Kaufentscheidung vor Ort informieren. Sehr stark genutzt wird auch die kostenlose Weiterbildung durch die Fachvorträge.

Ergänzendes zum Thema
Premiere in Österreich: Auftakt-Lab-Supply 2019 erstmals in Wien

Die eintägige Laborfachmesse Lab-Supply wird seit ihrer Gründung im Jahr 2006 in Wirtschaftsregionen mit hoher Technikdichte veranstaltet. Rhein-Main, Rhein-Ruhr, der Norden und die Berliner und Dresdner Region locken Jahr für Jahr die Fachbesucher. 2019 findet die Lab-Supply nun zum ersten Mal auch außerhalb von Deutschland statt – im benachbarten Österreich. Die Lab-Supply Wien eröffnet damit in diesem Jahr die Tour der bekannten Labor-Fachmesse am 19. März 2019 im Austria Center Vienna. Das vollständige Programm der Lab-Supply Wien finden Sie unter dem angegebenen Link als pdf.

Während Wien das Debüt erlebt, ist die Lab-Supply insgesamt längst eine fest eingeplante Veranstaltung im Jahresplan vieler Anwender und Hersteller. So feiert man dieses Jahr auf der Lab-Supply Berlin die 60. Veranstaltung seit den Anfängen im Jahr 2006.

Mehr Information zu der Fachmesse finden Sie auf https://www.lab-supply.info/.

Auch ich nutze als Aussteller die Gelegenheit und halte an jedem Standort außer 2019 in Leverkusen einen Fachvortrag zum Thema „Vom Samen zur Pflanze“. Der Vortrag erläutert, welche Umwelt-Parameter für die kontrollierte Aufzucht von Versuchspflanzen maßgebend sind. Meine bisherigen Lab-Supply-Erfahrungen haben mir gezeigt, dass die Angestellten der Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsabteilungen ein reges Interesse an Weiterbildung haben. Eine schöne Geste des Veranstalters ist übrigens die kostenlose Verpflegung der Aussteller. Um 15:30 Uhr endet die Tagesmesse Lab-Supply und man fährt mit einer Reihe von Projekten in der Tasche Richtung Heimat.

Fazit – die Lab-Supply überzeugt als Ein-Tages-Messe

Volker Rubarth ist Geschäftsführer der Rumed Rubarth Apparate GmbH und besucht seit vielen Jahren als Aussteller die LAB-SUPPLY.
Volker Rubarth ist Geschäftsführer der Rumed Rubarth Apparate GmbH und besucht seit vielen Jahren als Aussteller die LAB-SUPPLY.
(Bild: Rumed)

Die Lab-Supply komprimiert regional an einem Tag Verkaufsschau, Wissenstransfer und kostenlose Weiterbildung. Entdeckungen machen und mit Kollegen diskutieren, das ist das Ergebnis für Besucher- und Aussteller. Für mich ein Pflichttermin.

* V. Rubarth, Rumed – Rubarth Apparate GmbH Rumed, 30880 Laatzen bei Hannover

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