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Jochen-Block-Preis 2020 Forschung zwischen Biokatalyse und technischer Chemie

| Redakteur: Doris Popp

Der Jochen-Block-Preis 2020 der Deutschen Gesellschaft für Katalyse geht an Dr. Jan von Langermann von der Universität Rostock. Damit werden seine herausragenden Beiträge auf dem Gebiet der integrierten in-situ Produktabtrennung bei der biokatalytischen enantioselektiven Synthese von Aminen zur Herstellung vielfältiger Synthesebausteine anerkannt.

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Der Jochen Block-Preis 2020 der Deutschen Gesellschaft für Katalyse geht an Dr. Jan von Langermann von der Universität Rostock.
Der Jochen Block-Preis 2020 der Deutschen Gesellschaft für Katalyse geht an Dr. Jan von Langermann von der Universität Rostock.
(Bild: Dechema)

Frankfurt a.M. – Der Schwerpunkt der Forschungsarbeiten von Jan von Langermann konzentriert sich auf die direkte Implementierung von Kristallisations-, Membran- und Adsorptionsverfahren in biokatalytische Prozesse. Mit diesem Konzept möchte er die gängigen Limitierungen in der Biokatalyse, wie unerwünschte Nebenreaktionen, Inhibierungen und thermodynamisch ungünstige Reaktionsgleichgewichte, überwinden. Mit seiner interdisziplinären Forschung auf dem Gebiet der Biokatalyse und technischer Chemie/Verfahrenstechnik entwickelte er innovative Reaktionsführungen. Damit können wichtige chirale Bausteine für die organische und pharmazeutische Chemie in deutlich höheren Ausbeuten hergestellt werden. Die Kombination von stereoselektiven Enzymreaktionen und selektiver Kristallisation führten beispielsweise nicht nur zu einer deutlich erhöhten Produktbildung, sie ist auch ein sehr gutes Beispiel für eine integrierte Prozessführung, bei der die Aufarbeitung (downstream-processing) erheblich vereinfacht werden kann. Jan von Langermann hat mit seinen innovativen Arbeiten ein eigenständiges Forschungsgebiet entwickelt. Zahlreiche Publikationen in renommierten Fachzeitschriften untermauern dies.

Jan von Langermann hat nach dem Chemiestudium und seiner Promotion in Technischer Chemie an der Universität Rostock zunächst als Postdoktorand am Max-Planck-Institut in Magdeburg geforscht. Ein weiterer Postdoc-Aufenthalt führte ihn nach Minneapolis, bevor er 2013 an die Universität Rostock zurückkehrte. Dort leitet er derzeit die Nachwuchsgruppe Biokatalytische Systeme im Institut für Chemie. Zusätzlich absolvierte er Kurzaufenthalte beim britisch-schwedischen Pharmaunternehmen AstraZeneca und einer Arbeitsgruppe in Prag, wo er sich mit verfahrenstechnischen Fragestellungen beschäftigte.

Die Deutsche Gesellschaft für Katalyse (German Catalysis Society GeCatS) ist die Plattform für die gesamte deutsche Katalyse-Community im Bereich Forschung und Anwendung. Sie hat etwa 1100 Mitglieder aus Industrie und Akademia. GeCatS fördert den Austausch zwischen Industrie, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und forschungspolitischen Organisationen und vertritt die Interessen der Katalyse-Community auf nationaler und internationaler Ebene. Die Deutsche Gesellschaft für Katalyse wird getragen von DECHEMA, VDI-GVC, GDCh, DGMK und DBG.

Der Jochen-Block-Preis der Deutschen Gesellschaft für Katalyse ist mit 3.000 Euro dotiert und wird in unregelmäßigen Abständen verliehen. Prämiert werden Forschungsarbeiten und Entwicklungen junger Nachwuchskräfte auf dem Gebiet der Katalyse, die noch nicht auf einen ordentlichen Lehrstuhl berufen sind und die durch grundlegende und originelle Untersuchungen das Gebiet der Katalyse in besonderer Weise befruchtet haben.

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