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Gefahrstoffe international: Anforderungen in Deutschland, Europa und weltweit

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Internationaler Blick auf die Gefahrstofflagerung

In den USA setzt beispielsweise Sachversicherer FM Global, einer der weltweit führenden Sachversicherer, maßgeblich den Sicherheitsstandard. Das FM-Geschäftsmodell beruht auf Risikoanalyse und -management für Unternehmenswerte. Vertreten in über 130 Ländern, ist der Geschäftszweig FM-Approvals ein weltweit qualifizierter Prüfservice für Anlagen und Produkte mit höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards. Auch für den Einsatz von Brandschutzprodukten, die dann nach eigenen Richtlinien entwickelt und geprüft werden, gibt FM Approvals Empfehlungen.

Die Anforderungen an Lagerschränke für entzündliche Flüssigkeiten sind in der FM-Norm 6050 definiert. Ein Sicherheitsschrank muss nach FM-Standard 6050 so beschaffen sein, dass bei einem Brand die Innentemperatur des Schrankes über die Dauer von lediglich 10 Minuten nicht über 163 °C ansteigt. Dies gilt in den USA in Verbindung mit einer geforderten Sprinkler-Anlage als ausreichend, um notwendige Evakuierungsmaßnahmen einzuleiten. Zusätzlich werden technische Leistungsanforderungen im Bereich Belastung, Flammendurchschlagsicherung sowie Auffang- und Verriegelungsvorrichtungen definiert. FM-Approvals fordert ergänzend eine mindestens jährliche Prüfung und Zertifizierung der Produktionsstätten. Zwischen FM-Standard 6050 und den Anforderungen für Sicherheitsschränke nach DIN EN 14470-1 gibt es somit gravierende Unterschiede.

Der FM-Standard findet heute in vielen Ländern Anwendung. Um international tätig zu sein, ist es für Hersteller von Sicherheitsschränken wichtig, länderspezifische Standards zu kennen, zu beachten und entsprechend geprüfte Produkte bereit zu stellen. Trotzdem werden in vielen Betrieben auch heute noch unzählige, nicht brandgeschützte Stahlblechschränke ohne Zulassung zur Lagerung von entzündbaren Flüssigkeiten genutzt.

Schrittmacher in Sachen Sicherheit

Die Geschichte des Typ-90-Schrankes zeigt, dass Aufklärung und Weiterentwicklung sich in einem höheren Sicherheitsverständnis bzw. Gefährdungsbewusstsein auszahlen. Asecos macht es sich stetig zur Aufgabe, nicht nur innerhalb Deutschlands, sondern auch international Aufklärungsarbeit zum Thema „Gefahrstofflagerung und -handling“ zu leisten. In vielen Ländern der Welt wird dem Thema Sicherheit für Mensch und Umwelt noch zu wenig Bedeutung zuteil. Ziel ist es daher, Gesetzgebung, Industrie und Arbeiternehmer für den Umgang mit Gefahrstoffen zu sensibilisieren. Dies geschieht beispielsweise über gezielte Experimental-Vorträge mit Gefahrstoff-Kleinmengen auf nationalen und internationalen Messen (s. LP-Tipp-Kasten) und in Schulungen direkt im Unternehmen. Neben dieser Sensibilisierung der Mitarbeiter spielt die Anpassung der Produkte an die länderspezifischen Märkte eine große Rolle. So sind alle Asecos-Sicherheitsschränke der Modellgruppe Q-Classic-90 nicht nur EN 14470-1, sondern auch nach FM-Prüfstandard 6050 geprüft. Alle Neuprodukte werden künftig gemäß EN- und FM-Standard entwickelt und zertifiziert. n

* S. Sievers: asecos GmbH Sicherheit und Umweltschutz, 63584 Gründau

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