Genediting in der Embryonalentwicklung (Wissenschaftsbild des Tages)
Forschende der University of Cambridge haben erstmals eine Genediting-Technik eingesetzt, um die Funktion eines einzelnen Gens in menschlichen Embryonen zu untersuchen. Die Methode namens Base-Editing ist eine präzisere Weiterentwicklung der bekannten CRISPR/Cas9-Technik. Sie kann ein einzelnes Nukleotid-Basenpaar innerhalb eines menschlichen Genoms von rund drei Milliarden Basenpaaren verändern.
Ein besseres Verständnis von der Funktion einzelner Gene könnte dazu beitragen, die Erfolgschancen der In-vitro-Fertilisation zu verbessern. Das Bild zeigt: Links ein normaler Embryo (magentafarbene Zellen entwickeln sich zur Plazenta, gelbe zum Dottersack und türkise zum Epiblasten, aus dem später der Körper entsteht) und rechts ein Embryo, bei dem das sogenannte NANOG-Gen durch Genediting blockiert wurde (türkise Zellen fehlen vollständig – der Epiblast konnte sich nicht entwickeln)
Hier geht‘s zur Originalmeldung
Wissenschaftsbild des Tages vom 7.7.2026 (Bild: Loke Centre for Trophoblast Research, University of Cambridge)

