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Nachwuchstalente der Forschung fördern Heiß begehrt: Max-Planck-Schools als Start in die Promotion

Redakteur: Christian Lüttmann

Direkt in einer renommierten Forschungseinrichtung in die Promotion starten – dabei helfen die Max-Planck-Schools, von denen drei in unterschiedlichen Wissenschaftsbereichen bereits 2018 als Pilotprojekt gegründet wurden. Seitdem steigen die Bewerberzahlen Jahr für Jahr, sodass es längst mehr Interessenten als freie Plätze gibt. Dabei richten sich die Schools auch explizit an internationale Studierende.

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Die Max-Planck-Schools suchen junge Talente, die ihre Forschungskompetenzen aufbauen und ihre Wissenschaftskarriere im Rahmen eines innovativen Promotionsprogramms starten möchten (Archivbild).
Die Max-Planck-Schools suchen junge Talente, die ihre Forschungskompetenzen aufbauen und ihre Wissenschaftskarriere im Rahmen eines innovativen Promotionsprogramms starten möchten (Archivbild).
(Bild: David Ausserhofer)

München – Die Max-Planck-Gesellschaft bietet Nachwuchstalenten der Naturwissenschaften eine Plattform für einen erfolgreichen Start in die Promotion. Für die Max-Planck-School of Cognition, of Photonics sowie Matter to Life gingen in der dritten Ausschreibungsrunde knapp 1.100 Bewerbungen ein, dreimal so viele wie in der ersten Bewerbungsrunde 2018. Das zeigt laut Arno Villringer, Direktor am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, dass die Schools national und international an Sichtbarkeit gewinnen: „Der Pool an Bewerbungen ist auch in diesem Jahr sehr divers, interdisziplinär und international. Unsere School of Cognition erhielt über 500 Bewerbungen von Studierenden aus den USA, Russland und Australien aus den unterschiedlichsten Disziplinen – von Psychologie über Neurowissenschaften bis hin zu Data Science.“

Derzeit wählen die drei Pilot-Schools in ihren mehrstufigen Auswahlverfahren ihre neuen PhD-Studierenden aus, die dann zum Oktober 2021 in die Promotion starten werden. Jede School bietet dabei – je nach bisheriger Studienerfahrung – unterschiedliche „Tracks“ an, die z. B. auch Bachelor-Absolvent*innen den direkten Einstieg in die Promotion ermöglichen. Deren Zahl war schon im Jahr 2019 auf fast 40 Prozent gestiegen, da sich die Absolvent*innen in vielen Ländern nach ihrem Bachelorabschluss zwischen Promotion und Master entscheiden – anders als in Deutschland, wo die Promotion in der Regel erst an den Master angeschlossen wird. Diese Gruppe internationaler Studierender anzusprechen, war auch ein dezidiertes Ziel der Schools. Bis Mai werden die Wissenschaftler*innen der Schools die Promovierenden der vierten Kohorte ausgewählt haben.

Erst probieren, dann promovieren

An der Initiative beteiligen sich mittlerweile 27 Universitäten und über 30 Institute der außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Die Studierenden haben zu Beginn die Möglichkeit, bei „Lab Rotations“ unterschiedliche Labore kennenzulernen, bevor sie sich entscheiden, bei wem sie promovieren wollen. Tragende Partner, die in der Initiative eine herausgehobene Rolle spielen, sind

  • die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
  • die Friedrich-Schiller-Universität Jena
  • die Georg-August-Universität Göttingen
  • die Humboldt-Universität Berlin
  • das Karlsruher Institut für Technologie
  • die Technische Universität München
  • die Universität Düsseldorf
  • die Universität Heidelberg
  • die Universität Leipzig
  • das DWI – Leibniz-Institut für Interaktive Materialien Aachen
  • die Fraunhofer-Gesellschaft
  • die Max-Planck-Gesellschaft

Vom Bundesministerium für Bildung und Forschung wird die fünfjährige Pilotphase mit 45 Millionen Euro gefördert. Hier geht es zur Infoseite der Max-Planck-Schools.

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