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Auszeichnungen

Junge Naturstoffforscher ausgezeichnet

| Redakteur: Doris Popp

Dr. Pierre Stallforth vom Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut (HKI) in Jena (rechts) bei der Preisübergabe durch den Vorsitzenden des Programmkomitees, Prof. Dr. Jörn Piel von der ETH Zürich (links).
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Dr. Pierre Stallforth vom Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut (HKI) in Jena (rechts) bei der Preisübergabe durch den Vorsitzenden des Programmkomitees, Prof. Dr. Jörn Piel von der ETH Zürich (links). (Bild: Dechema)

Zwei junge Forscher wurden im Februar bei den Naturstofftagen in Irsee mit den Dechema-Preisen für Naturstoffforschung 2019 ausgezeichnet.

Frankfurt a.M. – Dr. Pierre Stallforth vom Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut (HKI) in Jena erhielt den Dechema-Nachwuchswissenschaftlerpreis für Naturstoffforschung 2019. Durch Kombination von Methoden der synthetisch- organischen Chemie, der analytischen Chemie und der chemischen Biologie, hat er die Funktion bakterieller Sekundärmetabolite in komplexen ökologischen Szenarien aufgeklärt. Er identifizierte Naturstoffe, die an mikrobiellen Räuber-Beute- Beziehungen und andere mikrobielle Multipartner-Interaktionen beteiligt sind, darunter Substanzen, die synergistische Aktivitäten induzieren. Neben den biologischen und ökologischen Rollen diverser bakterieller Naturstoffe untersuchte Pierre Stallforth auch erfolgreich die biologischen Funktionen von Signalmolekülen in Amöben.

Dr. Clara Chepkirui vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig erhielt den Dechema-Doktorandenpreis für Naturstoffforschung für die Charakterisierung zahlreicher neuer bioaktiver Naturstoffe aus tropischen Basidiomyceten. Das sind Ständerpilze, die mit etwa 30.000 Arten rund 30% aller Pilzarten ausmachen. Clara Chepkirui entdeckte Calocerine, ungewöhnliche chlororganische Metabolite mit 1,3- und 1,4- Dioxepinringen, und das cytotoxisch wirksame Laetiporin B, das einen unüblichen O-Malonyl-Rest trägt. Auch die Entdeckung der Aethiopinolone, Pregnenolon-ähnlicher Terpene, gelang in ihrer Promotionsarbeit. Darüber hinaus fand sie die Microporensäuren, azyklische Diterpene mit einer Ether-verbrückten Isozitronensäure- Einheit, die gegen bakterielle Biofilme wirken. Die von ihr gefundenen Thailanone sind hoch-oxidierte nematozide Sekundärmetabolite, die Zwischenstufen von Biosynthesen Terrein-ähnlicher Verbindungen sein könnten. Aus ihrer Doktorarbeit gingen acht Originalpublikationen hervor.

Beide Preise werden von der Fachgruppe „Niedermolekulare Naturstoffe mit biologischer Aktivität“ der Fachgemeinschaft Biotechnologie der Dechema vergeben.

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