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Schließsysteme

Korrosionsschutz im Labor

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Um die Schlösser gegen jegliche gefährliche Chemikalie zu schützen, benötigte Burg für die optimale Beschaffenheit der neuen Oberfläche ein halbes Jahr Entwicklungszeit. „Wir haben eine universelle Lösung geschaffen, die nicht nur vor den Einwirkungen von Säuren, sondern gleichzeitig vor den Einflüssen anderer Chemikalien wie Laugen schützt“, sagt Lüling. Damit schließt das Unternehmen eine lange bestehende Lücke am Markt. Selbst Hohenloher kennt das Problem bereits seit Jahren. Dass Oberflächen einzelnen Chemikalien widerstanden, konnte zwar vorkommen. Eine universelle Lösung für alle Chemikalien gab es bisher aber nicht.

So weist die Prolabor-Oberfläche eine hohe Beständigkeit gegen zahlreiche aggressive Stoffe auf: Unter dem direkten Einfluss – in professionellen Laboren sind Schließsysteme eigentlich nur den Dämpfen der Chemikalien ausgesetzt – widersteht sie Wirkstoffen wie Natronlauge, Essigsäure, Salpetersäure, Chlorlauge, Aceton, Milchsäure, Natronlauge oder Nitroverdünnung. Selbst über eine Dauer von 5 min der extrem aggressiven Salzsäure ausgesetzt zu sein, übersteht die Oberfläche ohne Schäden. Auch extreme Witterungsverhältnisse oder Meerwasser können dem Schutz nichts anhaben. Ebenso beständig zeigt sich der neue Schließsystem-Schutz unter extremen thermischen Bedingungen (s. Abb. 3). Unter Hitze wurde die Oberfläche „geschmort“ und behielt trotzdem ihre robuste Beschaffenheit. „Bei einem mit der Prolabor-Oberfläche ausgestatteten Schloss garantieren wir bei einer gewöhnlichen Verwendung in der Laborumgebung dafür, dass sich keine Korrosions- oder gar Zersetzungserscheinungen einstellen“, betont Lüling.

Wirksamer Schutz bis in die Zwischenräume

Burg stellt seinen Kunden die Prolabor-Schließsysteme fertig bereit. Bei der Oberfläche handelt es sich um eine spezielle Lackschicht. Diese wird auf das Material aufgetragen und später bei circa 160 °C in das Metall eingebrannt. „Der Lack befindet sich aber nicht nur auf der Oberfläche des Schlosses, sondern schützt auch das Innenleben der Schließsysteme“, erklärt Lüling. Bevor das Schloss zusammengesetzt wird, werden alle Einzelteile mit dem Lack überzogen und versiegelt. So macht es keinen Unterschied, wenn aggressive Dämpfe in die Zwischenräume gelangen. „Damit stellen wir sicher, dass die Oberfläche stabil bleibt und sich gleichzeitig das versiegelte Innenleben nicht zersetzen kann.“

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