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Schließsysteme Korrosionsschutz im Labor

Autor / Redakteur: Tobias Patzkowsky* / Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Chemikalien nagen am Bestand von Laboreinrichtungen. Besonders metallische Komponenten wie die Schränke zur Aufbewährung von Säuren oder Laugen sind davon betroffen. Eine neue Oberfläche schützt die anfälligen Schließsysteme gegen das Einwirken der aggressiven Stoffe.

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Abb. 1: Ob Salzsäure, Natronlauge oder Chlor: Die ProLabor-Oberfläche zeichnet sich u.a. durch ihre besondere Chemikalien-Beständigkeit aus.
Abb. 1: Ob Salzsäure, Natronlauge oder Chlor: Die ProLabor-Oberfläche zeichnet sich u.a. durch ihre besondere Chemikalien-Beständigkeit aus.
(Bild: Burg)

Die Kunststoffkappen schützten die Schließsysteme an den Laborschränken von Hohenloher schon lange nicht mehr. In der Regel nach zwei Jahren meldeten sich bereits die Kunden des Laborausstatters aus Baden-Württemberg und reklamierten die schwindende Qualität der Schlösser. „Die Beschwerden kamen immer wegen desselben Problems“, schildert der technische Leiter Michael Ulrich. „Die Chemikalien hatten trotz der Verkleidung die Schließsysteme an unseren Laborschränken dermaßen in Mitleidenschaft gezogen, dass eine Ausbesserung seitens der Kunden dringend vonnöten war.“

Nicht einmal die Mechanik im Kern des Schließsystems musste betroffen sein. Optische Veränderungen am Produkt genügten den Kunden, um bei Hohenloher zu reklamieren. Vor allem die Säure- und Laugenschränke waren stark betroffen. Eine Lösung musste her, um das unliebsame Problem in Zukunft zu vermeiden. Denn auch ohne direkt mit den Chemikalien in Kontakt zu kommen, greifen die Stoffe die Schließsysteme in Laborschränken an.

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Damit Schlösser nicht „aufblühen“

Dämpfe von Säuren, Laugen oder Chlor alleine reichen aus, um Schließsysteme in Mitleidenschaft zu ziehen (s. Abb. 2). Ein Rostfilm zieht sich über das Metall. Die Oberfläche korrodiert. Gleichzeitig greifen die Chemikalien die komplette Mechanik des Schließsystems an. Wenn sich bereits rostende Punkte auf der Oberfläche zeigen, hat der im Fachjargon mit „Aufblühen“ titulierte Prozess bereits begonnen. Frühlingsgefühle kommen bei Laboreinrichtern aber nicht auf, wenn sie an die Zersetzung der eingebauten Schließsysteme denken. Besonders in Laborumgebungen, wo vielfach Chemikalien gelagert werden, sind Metalle in hohem Maß den aggressiven Stoffen ausgesetzt.

Während die Schranksysteme aus Holz mit speziellen Beschichtungen versiegelt und so für die Chemikalien unangreifbar sind, gab es bisher für Metallschlösser an den Lagerstätten keine adäquate Lösung, um sie vor Korrosion zu schützen. Mit seiner neuen Prolabor-Oberfläche schafft der Schließsystemhersteller Burg aus Wetter (Ruhr) eine universelle Lösung. Der Spezial-Lack schützt Schlösser nicht nur an der Oberfläche, sondern auch im gesamten Innenleben des Schlosses. Hohenloher hat als erster Laborausstatter seine kompletten Laugen- und Säureschränke mit den Spezialschlössern ausgestattet (s. Abb. 4).

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