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Wasser, Klärschlamm und Biomasse analysieren
Schnelle Analysen für den Klärwerksbetrieb

Ein Gastbeitrag von Ulf Sengutta, Prokurist, CEM GmbH 8 min Lesedauer

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In Klärwerken steckt eine Menge chemische Analytik: Trocknung, Veraschung, Bestimmung der abfiltrierbaren und lipophilen Stoffe sowie Gesamt-Phosphat, CSB und Schwermetallgehalte. Für diese Aufgaben bietet sich eine Kombination aus Mikrowellentechnik, Muffelofen und Laborautomation an, die klassischen Methoden in ihrer Geschwindigkeit deutlich überlegen ist.

Abb.1: In diesem Muffelofen verkürzt sich die Veraschungszeit von Stunden auf Minuten: Mit dem „Phönix Black“ sind Proben typischerweise in 10 bis 20 min verascht.(Bild:  CEM)
Abb.1: In diesem Muffelofen verkürzt sich die Veraschungszeit von Stunden auf Minuten: Mit dem „Phönix Black“ sind Proben typischerweise in 10 bis 20 min verascht.
(Bild: CEM)

Toilette, Waschanlage, Laborspüle – jeder Einwohner in Deutschland nutzt im Schnitt 128 Liter Wasser pro Tag (laut Statistischem Bundesamt, 2022). Wenn das Wasser im Abfluss verschwindet, geht es aber erst richtig los. Dann beginnt die lange und aufwändige Prozedur von Sammeln und Aufbereiten des Wassers in Klärwerken. Dabei kommt nicht nur sauberes Wasser heraus, sondern es bleibt auch eine Menge Dreck zurück.

Klärschlamm und seine Kenngrößen

„Klärschlamm“ ist laut der Klärschlammverordnung „der bei der Behandlung von Abwasser [...] anfallende Schlamm, auch entwässert oder getrocknet [...]“. Die Trockensubstanz des zunächst noch wasserhaltigen Schlammes besteht zu 50 bis 70 Prozent aus organischer Masse. Um die Beschaffenheit des Klärschlamms zu kennzeichnen, werden eben diese zwei Parameter herangezogen: die Trockensubstanz (TS) und der organische Anteil der Trockensubstanz (oTS) [1].