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Analytik Jena und Endress+Hauser Labor und Prozess näher zusammen bringen

| Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Endress+Hauser ist mit rund 76 Prozent größter Aktionär beim Analysegeräte-Spezialisten Analytik Jena. Auf einer Fachpressekonferenz im Februar traten beide Unternehmen erstmals gemeinsam auf. Warum trotz eines schwierigen Jahres 2014 für Analytik Jena alle Beteiligten positiv in die Zukunft schauen, lesen Sie in diesem Beitrag.

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Klaus Berka, Vorstandsvorsitzender von Analytik Jena, ist überzeugt: „Einer der wichtigsten Schritte für die Entwicklung von Analytik Jena wird rückblickend der Kauf der ICP-MS-Sparte von Bruker im vergangenen Jahr sein.
Klaus Berka, Vorstandsvorsitzender von Analytik Jena, ist überzeugt: „Einer der wichtigsten Schritte für die Entwicklung von Analytik Jena wird rückblickend der Kauf der ICP-MS-Sparte von Bruker im vergangenen Jahr sein."
(Bild: LABORPRAXIS/PROCESS)

Jena – 25 Jahre Erfolgsgeschichte bedeuten nicht immer nur die Jagd von Rekordjahr zu Rekordjahr. Entscheidungen, die den langfristigen Erfolg eines Unternehmens sicher stellen, sind das Fundament für erfolgreiche Firmengeschichten. „Das Jahr 2014 war kein gutes für den Analytik-Jena-Konzern. Gerade durch unsere internationale Ausrichtung haben uns äußere Einflüsse wie die Rubel-Abwertung stark getroffen,“ beschreibt der Vorstandsvorsitzende von Analytik Jena Klaus Berka das abgelaufene Jahr. Doch der Blick von Konzernchef Berka richtet sich in die Zukunft und er ist sich sicher, dass der Vorstand im August 2014 eine Entscheidung getroffen hat, die für die kommenden Jahre wichtige Weichen stellt: „Der Kauf der ICP-MS-Sparte von Bruker im Jahr 2014 hat uns in die Lage versetzt, mit der Massenspektrometrie eine völlig neue Technologie zum Geräteportfolio hinzuzufügen.“ (Mehr zum Analytik-Jena-Bruker-Deal lesen Sie im Exklusivinterview mit Klaus Berka aus dem vergangenen Jahr.)

Die ersten zwei ICP-MS-Produkte vorgestellt

Ein halbes Jahr nach der Übernahme bringt das Unternehmen mit dem Plasma-Quant MS und dem Plasma-Quant MS Elite auch die ersten zwei neuen Produkte auf den Markt. Vorgestellt wurden die Geräte erstmals auf der European Winter Conference on Plasma Spectrochemistry vom 22. bis 26. Februar in Münster. Der in der Plasma-Quant MS-Serie eingesetzte RF-Generator stellt ein besonders robustes Plasma her, das im Vergleich zu Wettbewerbsgeräten mit der halben Menge Argongas auskommen soll. „Damit können unsere Kunden einen großen Teil der nicht unerheblichen jährlichen Kosten für Edelgase sparen. Das als Benchtop-System konzipierte Gerät zeichnet sich weiterhin durch eine Reihe wichtiger analytischer Parameter mit hohem Kundenutzen aus. Sechs Monate nach Erwerb dieses Geschäftsfeldes ist dies ein wichtiger Schritt bei der Vervollständigung unseres Produktportfolios im Bereich Analytical Instrumentation“, sagt Berka.

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Gerade die MS-Technologie soll in den kommenden Jahren sowohl in den Unternehmensbereichen Analytical Instrumentation als auch Life Science deutliches Wachstum generieren.

Spektroskopie-Anwendungen als Anknüpfungspunkte für gemeinsame Projekte

Diese Expertise im Bereich der analytischen Instrumente und den Life Sciences hat vor zwei Jahren den Messtechnik-Spezialisten Endress+Hauser dazu bewogen, Mehrheitsaktionär bei Analytik Jena zu werden. Mit der klaren Bekenntnis zur Eigenständigkeit und dem Standort in Jena, hat man die unternehmerischen Entscheidungen wie den Bruker-Deal mitgetragen. Vor allem im Bereich der Spektroskopie sehen die E+H-Verantwortlichen Möglichkeiten, Labortechnologien stärker in die Prozessanalytik einzubinden. „Neben der NIR-Spektroskopie können sicher auch noch weitere spektroskopische Methoden ihre Stärken in der Prozessanalytik ausspielen. Solche Chancen wollen wir mit den Analytik-Jena-Experten zusammen ausloten“, sagt Dr. Einar Möller, Fachverantwortlicher Analysenmesstechnik bei Endress+Hauser. Erste gemeinsame Projekt-Teams haben die Arbeit bereits aufgenommen und sollen in den kommenden Monaten Ergebnisse präsentieren. Die Zukunft für weitere erfolgreiche Jahre bei Analytik Jena scheint gesichert.

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