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Temperiertechnik

Lauda übernimmt Spezialisten für thermoelektrische Temperierung

| Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Je nach Anwendung kann bei der Temperierung der thermoelektrische oder der Ansatz mit Kompressorkühlung von Vorteil sein. Der deutsche Temperierspezialist Lauda hat nun den amerikanischen Hersteller für thermoelektrischen Temperierung Noah Precision übernommen, um in seinem Portfolio Lösungen für beide Möglichkeiten anbieten zu können.

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Dr. Gunther Wobser (l.) und Peter Adams setzen auf die zunehmende Bedeutung der thermoelektrischen Temperierung, deren Basis ein Thermoelement ist, das durch Stromfluss Temperaturwechsel erzeugen kann.
Dr. Gunther Wobser (l.) und Peter Adams setzen auf die zunehmende Bedeutung der thermoelektrischen Temperierung, deren Basis ein Thermoelement ist, das durch Stromfluss Temperaturwechsel erzeugen kann.
(Bild: Lauda)

Lauda-Königshofen – Mit dem Kauf von Noah Precision ist dem Temperiertechnikspezialisten Lauda nach eigenen Angaben ein strategischer Coup gelungen. „Wir haben in den vergangenen Jahren die zunehmende Bedeutung der thermoelektrischen Temperierung erkannt“, erklärt der Geschäftsführende Gesellschafter von Lauda, Dr. Gunther Wobser, „und sehen im Bereich dieser Temperiertechnologie großes Wachstumspotenzial.“

Lauda-Noah, so der neue Name der jüngsten Lauda Tochter, entwickelt und produziert Temperiergeräte, deren Funktion auf dem so genannten Peltier-Effekt basiert. Die Geräte zeichnen sich unter anderem durch ihre geringe Größe und Gewicht aus. Da die Temperierung mittels eines Stromflusses durch Halbleiter erzeugt wird, kann dank einfachem Umpolen der Stromrichtung auf kleinem Raum ein Heizen und Kühlen erfolgen. Darüber hinaus benötigen thermoelektrische Temperiergeräte keine Kältemittel, die zum Teil umweltschädlich oder brennbar sein können.

Vo Fall zu Fall: Thermoelektrische Temperierung oder Kompressorkühlung

„Für Kühlaufgaben ist je nach Anforderung der Anwendung entweder die thermoelektrische Temperierung oder die Kompressorkühlung vorteilhaft“, so Dr. Gunther Wobser. Die Peltiertechnik bietet insbesondere in Anwendungen große Vorteile, wo lediglich nahe an der Raumtemperatur temperiert wird und die zu temperierenden Volumina klein sind. Anwendungen hierfür sind beispielsweise in der Halbleitertechnik oder dem Einsatz in Analysensystemen zu finden.

Durch den Kauf des Unternehmens mit Standorten in den US-amerikanischen Bundesstaaten Oregon und Kalifornien baut Lauda außerdem seine Präsenz in den Vereinigten Staaten weiter aus, einem wichtigen Absatzmarkt für den Temperierspezialisten. Der Standort in Morgan Hill im Sillicon Valley wird als Servicestützpunkt der Lauda Gruppe an der Westküste genutzt. So ist Lauda im großen Wachstumsmarkt USA noch näher bei seinen Kunden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Für Noah Precision ist die Aufnahme in die Lauda-Gruppe ein wichtiger Schritt für die künftige Entwicklung. „Wir sind stolz, dass wir nun Bestandteil der erfolgreichen Lauda Gruppe sind“, berichtet Peter Adams, Geschäftsführer des Spezialisten für thermoelektrische Temperierung. „Wir können durch die Zugehörigkeit zu Lauda nun auf ein weltweites Vertriebsnetz zurückgreifen und sind sicher, in den kommenden Jahren schöne Erfolge zu erzielen.“

Peltier-Produkte sollen OEM-Sparte von Lauda unterstützen

Dank des um Peltiergeräte erweiterten Produktprogramms kann Lauda nun mit seinen Temperiergeräten, Heiz- und Kühlsystemen sowie Messgeräten Kunden für ihre spezifischen Anforderungen eine auf ihre Anwendung bezogene, optimale Lösung bieten. Die neuen Peltier-Produkte werden insbesondere auch die erst im Januar diesen Jahres gegründete OEM-Sparte von Lauda stark unterstützen, die mit eigener Entwicklungskapazität schnell auf Kundenanforderungen reagieren und somit individuelle Kundenlösungen schaffen kann.

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