Wirksamkeit eines neuen Agglomerations-Fixierungs-Verfahrens Mikroplastik und Feststoffe gleichzeitig aus Abwasser entfernen
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Eine neue Kombilösung entfernt Mikroplastik und abfiltrierbare Stoffe gleichzeitig aus kommunalem Abwasser – getestet unter realen Bedingungen an einer zweistufigen Kläranlage auf der griechischen Insel Mykonos. Die Ergebnisse sind vielversprechend: 86 % Mikroplastik-Entfernung und 95 % Reduktion der abfiltrierbaren Stoffe.
Die kommunale Abwasserbehandlung in der EU steht vor einem regulatorischen Umbruch. Mit der revidierten Kommunalabwasserrichtlinie (EU) 2024/3019, die am 1. Januar 2025 in Kraft getreten ist, werden die Anforderungen an Kläranlagen deutlich verschärft [1]. Die Richtlinie senkt den Schwellenwert für die Behandlungspflicht von 2.000 auf 1.000 Einwohnergleichwerte (EGW), schreibt eine vierte Reinigungsstufe für die Entfernung von Mikroschadstoffen vor und verlangt erstmals ein systematisches Monitoring von Mikroplastik (MP), per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) sowie antimikrobiellen Resistenzmarkern in Abwassersystemen [1].
Eine zentrale technologische Lücke bleibt dabei bestehen: Die meisten konventionellen quartären Verfahren wie erweiterte Oxidation (AOP) oder Aktivkohleadsorption (GAK) zielen auf gelöste Mikroschadstoffe ab, Mikroplastik wird nicht oder nur unzureichend entfernt [2]. Gleichzeitig zeigen Studien, dass Kläranlagen trotz hoher prozentualer Entfernungsraten aufgrund der großen behandelten Wassermengen erhebliche Mengen MP in die Umwelt emittieren, bis zu 367 Milliarden Partikel pro Jahr aus einer einzigen Anlage [2]. Es besteht daher dringender Bedarf an zielgerichteten Technologien, die MP wirksam aus dem Abwasserstrom entfernen können.
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