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Studie untermauert Vorteile artenreicher Beforstung Mischwald: Die bessere Alternative für unser Klima

| Autor/ Redakteur: Sabine Letz* / Christian Lüttmann

Die Mischung macht es: Im Vergleich zu Monokulturen punkten Mischwälder sowohl ökologisch als auch ökonomisch. Das belegt eine neue internationale Metastudie. Auf großangelegten Versuchsflächen gehen auch Wissenschaftler der TU München den Geheimnissen der Waldentwicklung auf den Grund.

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Mischbestände sind widerstandsfähiger in Trockenjahren und gegen Schädlinge.
Mischbestände sind widerstandsfähiger in Trockenjahren und gegen Schädlinge.
(Bild: L. Steinacker/TUM)

München – Egal ob in Afrika oder Europa, Mischwälder sind produktiver als Monokulturen. Das gilt einer neuen internationalen Überblicksstudie zufolge auf allen fünf Kontinenten, ganz besonders in niederschlagsreichen Regionen. „Es sind viele Vorteile von Mischwäldern bekannt“, sagt Prof. Hans Pretzsch vom Lehrstuhl für Waldwachstumskunde der Technischen Universität München (TUM), der als Autor an der Studie beteiligt ist. „Mischwälder sind als vielfältiger Lebensraum ökologisch wertvoller. Sie mildern den Klimawandel, da sie länger und besser Kohlendioxid speichern.“

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Durch ihre sich ergänzenden Kronen- und Wurzelsysteme sind Bäume in Mischwäldern oft besser mit Licht, Wasser und Bodennährstoffen versorgt. „Das macht Mischbestände resilienter in Trockenjahren. Zudem sind sie stabiler gegen Schädlinge und auch optisch schöner“, sagt Pretzsch.

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Doch diese Argumente allein ließen die Forstwirtschaft bisher nicht von den weit verbreiteten Monokulturen abkehren. Die Überblickstudie zeige nun, dass eine umsichtige Auswahl der kombinierten Baumarten nicht nur zu ökologischeren und widerstandsfähigeren Beständen führe, sondern auch zu größerer Produktivität, gibt Pretzsch an. Besonders in Gebieten mit günstiger Wasserversorgung, wie etwa in Mitteleuropa, schneiden Mischbestände in der Produktivität besser ab als Reinbestände, so das Ergebnis der neuen Studie.

Wald-Daten aus fünf Kontinenten

Zusammen mit weiteren Forstwissenschaftlern aus Frankreich, Georgien, der Schweiz und Schottland sichteten die Experten der TUM 600 Untersuchungen, die den Einfluss von Mischwäldern auf die Produktivität analysiert hatten. Als Maß dafür dient der Volumenzuwachs an Stammholz, der aus wiederholten Messungen von Baumdurchmesser, Höhe und Stammform berechnet wird.

Aus diesen Untersuchungen filterten sie 126 Fallstudien über 60 Flächen in fünf Kontinenten heraus, veröffentlicht in den Jahren 1997 und 2016. Alle diese Studien basieren auf seit Jahrzehnten regelmäßig gemessenen langfristigen Versuchen; etliche davon liegen in Bayern. „Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse werden an der TUM die Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Baumarten genauer untersucht werden“, sagt Pretzsch.

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