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Kleine Multitalente

Mit Barcodelesern Proben sicher identifizieren und rückverfolgen

| Autor / Redakteur: Dr. Lutz Werner* / Dr. Ilka Ottleben

Abb. 1: Wenn es um die lückenlose Identifikation und Rückverfolgbarkeit von Proben im Labor geht, gilt bei der Automatisierung von Analyseprozessen: es dürfen keine Fehler passieren.
Abb. 1: Wenn es um die lückenlose Identifikation und Rückverfolgbarkeit von Proben im Labor geht, gilt bei der Automatisierung von Analyseprozessen: es dürfen keine Fehler passieren. (Bild: Tecan Trading AG)

Barcodes erlauben die eindeutige Identifizierung und Rückverfolgung von Proben und gehören heute gerade in sensiblen Bereichen, beispielsweise beim Umgang mit Patientenproben zum state of the art. Doch für eine sichere Automatisierung der Prozesse müssen die Lesegeräte oft sehr individuellen Anforderungen gerecht werden.

Geringe Einbauabstände, kleine Modulgrößen und schnelles Codelesen schon ab minimalem Abstand – diese Anforderungen stellen Codeleser immer wieder vor besondere Herausforderungen. Den richtigen, auf ihre Anforderungen für eine Multilane-Anwendung zugeschnittenen Scanner zur Detektion von Proberöhrchen und für deren Zuordnung und Rückverfolgbarkeit zu finden – das war zugleich Aufgabe und Herausforderung für Markus Wolf. Als Senior System Analyst entwickelt dieser seit über 20 Jahren Systemkonzepte für den Schweizer Hersteller und Lösungsanbieter für Laborinstrumente Tecan.

Scanner spielen hierbei eine wichtige Rolle im gesamten Workflow, um Proben effektiv nachverfolgen zu können und so die Prozesssicherheit zu erhöhen. „Letztendlich geht es bei der Entwicklung immer darum, die Customer Needs in Design Input Requirements aufzunehmen und diese mit verschiedenen Scannerspezifikationen abzugleichen, um so dem Endkunden die bestmögliche Lösung anbieten zu können“ erläutert Wolf. Tecans Endkunden sind beispielsweise namhafte Pharma- und Biotechnologieunternehmen, Forschungsabteilungen von Universitäten sowie forensische und diagnostische Laboratorien im Life-Science-Bereich.

Barcodeleser: Platzsparende Integration in kompakte Analysegeräte

Häufige Anforderung ist, dass sich der Barcodeleser trotz weitem Lesefeld möglichst platzsparend in kompakte Analysegeräte integrieren lässt. Für Tecan war dies ein entscheidendes Kriterium, warum die Wahl für die neue Automationsplattform auf den Barcodeleser BCL300 von Leuze electronic fiel. „Genau genommen war der Barcodeleser BCL 300 von Leuze electronic das einzige Gerät am Markt, dass im Hinblick auf das Lesefeld meine Erwartungen erfüllte“, sagt Markus Wolf. „Ein weiterer Vorteil neben dem großen Lesefeld war, dass sich zahlreiche Sonderfunktionen wie Softwarekommandos und Sicherheitsfeatures zu einem guten Preis-Leistungsverhältnis flexibel in den Barcodeleser integrieren ließen.“

Selbst die Optik des Geräts wurde auf die individuellen Anforderungen von Tecan hin modifiziert. Somit entstand ein eigener, exakt auf die Bedürfnisse von Tecan zugeschnittener, spezifischer, pre-konfigurierter Scanner, welcher mit einer kundenspezifischen Typennummer versehen wurde und damit dem Change Management bei Leuze electronic unterliegt. Das bedeutet, dass keinerlei Software- oder Hardwareänderungen ohne vorhergehende Kundenabstimmung vorgenommen werden können, was für zertifizierte Geräte in der Medizintechnik essenziell ist. Der Kunde erhält damit sein, und nur sein individuelles Gerät, kein anderes, und dies, wenn gewünscht, über viele Jahre hinweg.

Flexible Gesamtlösung aus einer Hand

„Es ist auch ein Vorteil für uns, dass wir unseren ganz individuellen Barcodeleser einschließlich der Leiterplatte als Gesamtpaket von Leuze electronic beziehen können“, so der Systems Analyst. Sowohl die Optik als auch die Leiterplatte kommen aus der Leuze-Gruppe: Das Optik-Modul wird vom Optosensorikhersteller Leuze electronic in Owen gefertigt. Die bestückte Leiterplatte sowie das darauf aufbauende integrierte System kommen von der Leuze Assembly, einem 100%igen Tochterunternehmen von Leuze electronic. Gegründet in 1977, fertigt die Leuze electronic Assembly in Unterstation bestückte Leiterplatten sowie darauf aufbauende integrierte Systeme – für Leuze electronic selbst, aber auch für externe Kunden wie Tecan. „Unser hoher Innovationsgrad, das gute Preis-Leistungsverhältnis und unsere individuell ausgerichtete Betreuung sind im Markt der EMS-Dienstleister anerkannt“, sagt Sebastian Raible, welcher seit einem Jahr Betriebsleiter bei Leuze electronic Assembly ist.

Ergänzendes zum Thema
 
Barcodes auf dem Prüfstand

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