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Studie: Bewerbung/Stellenausschreibungen Mit diesen drei Fehlern halten Sie Jobsuchende von der Bewerbung ab

| Redakteur: Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Seit Jahren boomt die Fachkräftenachfrage in Deutschland. Unternehmen versuchen daher verstärkt, mit Online-Stellenausschreibungen die Aufmerksamkeit der Fachkräfte zu gewinnen. Welche drei Fehler Unternehmen bei der Ausschreibung von Stellen machen können, erfahren Sie in unserem Beitrag.

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Auch bei Online-Stellenausschreibungen sollten einige Fehler vermieden werden.
Auch bei Online-Stellenausschreibungen sollten einige Fehler vermieden werden.
(Bild: gemeinfrei/geralt/Pixabay / CC0)

Düsseldorf – Eine neue Studie der Online-Jobplattform Stepstone zeigt, dass bereits die Art und Aufbereitung einer Ausschreibung maßgeblichen Einfluss auf die Entscheidung für oder gegen eine Bewerbung nehmen. Im Rahmen einer Umfrage wurden 30.000 Fach- und Führungskräften detailliert zu ihrem Jobsuchverhalten befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass sich vor allem drei Faktoren auf die Bewerbungsabsichten von Jobsuchenden auswirken.

Erster Fehler: Die Informationen in der Stellenausschreibung sind unglaubwürdig

Die Studie zeigt, dass Jobsuchende allgemeinen und austauschbaren Formulierungen oft keinen Glauben schenken. Mehr als die Hälfte der Befragten hält typische Floskeln wie „Bei uns bekommen Sie die Vorteile eines Großkonzerns und den Unternehmergeist eines Start-Ups“ oder „Wir vereinen hohe Leistungswerte und gelebte menschliche Werte“ für fragwürdig. Sind die Inhalte einer Stellenausschreibung zweifelhaft, kann das weitreichende Folgen haben: Immerhin haben sich 64 Prozent der Fachkräfte in Deutschland aus diesem Grund schon einmal gegen eine Bewerbung entschieden – obwohl die Stelle zu ihrem Profil passte.

Tipp: Stellenausschreibungen sollten so konkret und aussagekräftig wie möglich formuliert werden. Ebenso spielen individuelle Informationen über das Unternehmen eine große Rolle, um so Job und Arbeitgeber für den Jobsuchenden erlebbar zu machen. Zeichnet sich ein Unternehmen zum Beispiel durch flache Hierarchien aus, sollten diese auch anschaulich beschrieben werden. Der Bewerber will sich schließlich ein umfassendes Bild von seinem potentiellen neuen Arbeitgeber machen und keine Marketingphrasen lesen.

Unattraktiv gestaltete Anzeigen geben Ausschlag

Zweiter Fehler: Die Informationen in der Stellenausschreibung sind nicht ausreichend

Auch wenn in der Stellenausschreibung Informationen fehlen, hat das Auswirkungen: Jeder Zweite hat deshalb schon einmal von einer Bewerbung auf eine inhaltlich passende Stelle abgesehen. Am häufigsten vermissen Jobsuchende Informationen zu angebotenen Zusatzleistungen sowie Entwicklungsmöglichkeiten und Karriereperspektiven im Unternehmen. Ebenso ist eine Beschreibung der Unternehmenskultur für Bewerber ein wichtiger Bestandteil der Stellenausschreibung.

Tipp: Schon in der Stellenausschreibung sollten alle interessanten Vorteile und Zusatzleistungen, die ein Unternehmen anbietet, aufgelistet sein. Auch vermeintliche Kleinigkeiten wie gemeinsame Teamaktivitäten sollten aufgeführt werden. Wichtig ist außerdem, über Sinn und Vision des Unternehmens zu informieren. Solche Angaben helfen Arbeitgebern, sich im Wettbewerb um die besten Talente am Markt hervorzuheben.

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Dritter Fehler: Die Stellenausschreibung ist nicht ansprechend gestaltet

Die Studie zeigt: Neben Authentizität und Informationsgehalt spielt ebenfalls die Aufmachung einer Ausschreibung eine wichtige Rolle. Mehr als die Hälfte der Kandidaten (54 Prozent) hat sich schon einmal aufgrund einer unattraktiv gestalteten Anzeige gegen die Bewerbung auf eine passende Stelle entschieden. Insbesondere die Verwendung authentischer Bilder und Videos und die übersichtliche Darstellung der Job- und Unternehmensinformationen trägt dazu bei, dass Kandidaten sich die Stellenausschreibung genauer ansehen.

Tipp: Bei der Erstellung einer Stellenausschreibung sollte auf eine übersichtliche Gestaltung in Form von separaten Textabschnitten oder Aufzählungen geachtet werden. Visuelle Elemente wie Fotos und Videos von den Mitarbeitern und der Arbeitsumgebung machen die Anzeige darüber hinaus lebendig und helfen den Kandidaten, sich ein Bild vom

Unternehmen zu machen. Ebenfalls sollte auf die mobile Optimierung geachtet werden. Auf Stepstone.de rufen im Schnitt 52 Prozent der Kandidaten monatlich ihre Stellenanzeigen über ein mobiles Endgerät auf.

Link zur Studie Die komplette Studie als Whitepaper„Jobsuche im Fokus“ können Sie auf der Seite von Stepstone kostenlos herunterladen. Weitere interessante Studien und Positionspapiere aus Bereichen wie beispielsweise Gehalt, Personal, Industrie, Pharma, Produktion oder auch Biotechnologie finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

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