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Digitale Arbeitswelt Neun goldene Regeln für Unternehmen und Arbeitnehmer

| Autor / Redakteur: Gesine Herzberger / Matthias Back

Morgens, 7 Uhr in Deutschland: Ankunft im Büro. Computer hochfahren und los geht's. Mittags eine halbe Stunde Pause, dann wieder an die Arbeit, vielleicht bis 17:00 Uhr. Jetzt wird der Computer ausgeschaltet. Endlich Feierabend!

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Mobile Endgeräte wie Notebook, Smartphones und Tablet Computer sowie die Verfügbarkeit mobiler Breitbandnetze ermöglichen es uns, an naherzu jedem Ort zu arbeiten.
Mobile Endgeräte wie Notebook, Smartphones und Tablet Computer sowie die Verfügbarkeit mobiler Breitbandnetze ermöglichen es uns, an naherzu jedem Ort zu arbeiten.
(Bildquelle: BITKOM)

Das war Alltag – in der Arbeitswelt der 1980er und 1990er Jahre. Mittlerweile haben Smartphones, Tablets und Cloud Computing die Büros erobert. Unsere Arbeitswelt 3.0 ist digital. Was das in der Praxis bedeutet, hat jetzt der Hightech Verband BITKOM in einer Studie mit 505 Arbeitnehmern und 854 Personalverantwortlichen deutscher Unternehmen untersucht.

Arbeitswelt 3.0

In der digitalen Welt sind feste Arbeitszeiten und -plätze nicht mehr zeitgemäß. Arbeit wird mobiler, flexibler und schneller. Sie kann überall hin mitgenommen und von überall aus erledigt werden. Ob man im Zug sitzt, im Auto oder Zuhause auf der Terrasse. Laut Umfrage arbeiten 55 Prozent der Mitarbeiter mit ihren mobilen Geräten zumindest gelegentlich unterwegs: 22 Prozent im Auto, 20 Prozent in der Bahn und je 19 Prozent im Hotel sowie in Bus oder Bahn.

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Auch das Arbeiten im Home-Office liegt absolut im Trend: Etwa ein Drittel der befragten Erwerbstätigen folgen ihrem Beruf regelmäßig von Zuhause aus, 21 Prozent sogar täglich. Vier von fünf aller Befragten sind der Meinung, dass sich Arbeit und Familie durch die Tätigkeit im Home-Office besser vereinbaren lassen und mehr als die Hälfte gaben an, dass die Arbeit im eigenen Heim Berufstätige zufriedener macht. Über 50 Prozent der Befragten befürchten allerdings auch eine unerwünschte Vermischung von Arbeit und Freizeit. Ist die digitale Revolution der Berufswelt also nicht nur positiv?

Mobilität birgt Risiken

Tatsächlich bringen Smartphones, Tablets und Co. mit all ihrer hochgelobten Flexibilität nicht nur Annehmlichkeiten mit sich, sondern auch Herausforderungen und Risiken. Nur ein Stichwort ist das Problem der ständigen Erreichbarkeit. So gab ein Drittel der Befragten in der Studie an, für Kunden, Kollegen oder Vorgesetzte ständig telefonisch erreichbar zu sein: Abends, Nachts, an Wochenenden und sogar im Urlaub.

Bemerkenswert: Nur 16 Prozent der Beschäftigten meinten, lediglich in Ausnahmefällen ans Telefon zu gehen. Diese Zahlen zeigen, dass es im Jahr 2013 nicht mehr ungewöhnlich ist oder von einem besonderen Ehrgeiz des Mitarbeiters zeugt, wenn er immer online ist. Vielmehr wird die permanente Erreichbarkeit der Erwerbstätigen von den Vorgesetzten mittlerweile erwartet. So berichteten mehr als 50 Prozent der befragten Unternehmen, dass sie ihre Mitarbeiter auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten jederzeit oder zu bestimmten Zeiten per Handy oder E-Mail erreichen möchten.

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