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Labor der Zukunft e.V. Saarland wird Ehrenmitglied

| Redakteur: Doris Popp

Die Gründung des Vereins Labor der Zukunft e.V. gilt als Startschuss für eine nachhaltige und mit der Schaffung von Arbeitsplätzen verbundene Nutzung von innovativen Labortechnologien im Saarland. Initiator ist das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik (IBMT) in St. Ingbert.

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Das mobile epidemiologische Diagnostiklabor des Fraunhofer IBMT bei einem seiner Einsätze: Probenahme für die Umweltprobenbank des Bundes – Humanproben in Münster, 2013.
Das mobile epidemiologische Diagnostiklabor des Fraunhofer IBMT bei einem seiner Einsätze: Probenahme für die Umweltprobenbank des Bundes – Humanproben in Münster, 2013.
(Bild: Bernd Müller, Fraunhofer IBMT)

St. Ingbert – Annegret Kramp-Karrenbauer: „Durch die Ehrenmitgliedschaft des Saarlandes im Verein Labor der Zukunft e.V. dokumentiert die Landesregierung ihr nachhaltiges Interesse an der Weiterentwicklung völlig neuartiger Labortechniken und den damit verbundenen Perspektiven für den saarländischen Technologie- und Innovationsstandort.“

Grundlage für die Vereinsgründung ist das von der Staatskanzlei mit rund 6,5 Millionen Euro unterstützte Projekt „Labor der Zukunft“ des Fraunhofer IBMT. Seit 2009 entwickelt eine Technologieinitiative unter Führung des Fraunhofer IBMT im Saarland innovative Technologien für biologische, medizinisch-analytische, chemische und physikalische Labore. Gemeinsam mit kleinen und mittelständischen Unternehmen und unterstützt von der Landesregierung steht die Initiative „Labor der Zukunft“ für Entwurf, Entwicklung und Förderung der zukünftigen Generation von innovativer Labortechnologie.

Institutsleiter Professor Dr. Heiko Zimmermann: „Im Gegensatz zu anderen Technologiebereichen benötigen Bau und Betrieb moderner Labore die vertikale Integration von Handwerk über Ingenieurtätigkeit bis hin zur Grundlagenforschung. Die Herausforderung besteht darin, High- und Low-Tech-Zulieferer in die Lage zu versetzen, in einem Projekt zusammenzuarbeiten. Dies erfordert einen Paradigmenwechsel in der Technologieforschung und -förderung sowie die Integration der kompletten Wertschöpfungskette von der anwendungsorientierten Forschung bis hin zum potenziellen Endnutzer. Beispielhaft für diese Zusammenarbeit ist das seit über einem Jahr u.a. für die Umweltprobenbank des Bundes erfolgreich im Einsatz befindliche und völlig neuartige mobile epiLabor des Fraunhofer IBMT (Labor-Truck).“

Zur Etablierung einer gemeinsamen und nachhaltigen Organisationsstruktur haben sich die Kernakteure dazu entschlossen, einen Verein mit dem Namen „Labor der Zukunft e.V.“ zu gründen. Die Handwerkskammer des Saarlandes, das Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik (ZeMa), das Fraunhofer IBMT und die saarländische Landesregierung formen dabei gemeinsam mit den Firmen CETECOM ICT Services, Woll Maschinenbau, Biokryo und Medizinisches Versorgungszentrum Saar den lokalen Kern des Vereins, der seinen Sitz in Sulzbach hat. Die überregional angesiedelten Firmen EBV Elektronik (Poing, Bayern), Bischoff+Scheck (Rheinmünster, Baden-Württemberg) und Tecan Deutschland (Crailsheim, Baden-Württemberg) komplettieren die Gründungsmitglieder in den Innovationsfeldern der Labortechnologie: Elektronik, Mobilität und Automatisierung.

Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer: „Der Verein hat die Schaffung von Synergien zur Festigung der noch jungen, sich entwickelnden Strukturen in der Region zum Ziel. Dabei wollen wir gemeinsam mit allen Akteuren den bisher entwickelten Wissensvorsprung auf dem Zukunftsfeld mobiler Labortechnologie weiter ausbauen und dem Saarland zukünftig eine Schlüsselstellung in einem zukunftsträchtigen Technologiebereich verschaffen.“

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